Silvia Nossek, die grüne Bezirksvorsteherin von Währing, sorgt mit dem „Pinkelverbot“ für Aufregung. Zu Unrecht, wie sie findet.
Wien. Silvia Nossek steht im aprilsonnehellen Schubertpark und wirkt noch immer überrascht. Darüber, dass das, was vorige Woche als Info-Nachmittag „mit guter Stimmung“ begonnen hat, in Schlagzeilen über das „Pinkelverbot“ von Währing gemündet ist.
Nossek deutet mit dem rechten Arm zum Anlass für die aktuelle Debatte: gelbe Lücken im Rasengrün. „Dieses Areal direkt vor der Schule wurde erst im Vorjahr neu gestaltet, und jetzt ist der Rasen schon wieder kaputt“, sagt sie. Schon zuvor hätten sich Eltern und Jugendliche, die gern im Gras liegen, beschwert, dass die Hunde in die Wiesen urinieren – „im Sommer stinkt es wirklich ziemlich“.