Gasser-Coach Christian Scheidl legt sein Amt nieder

Anna Gasser (hier bei einem FIS-Weltcup 2017 in Mailand) muss sich einen neuen Coach suchen.
Anna Gasser (hier bei einem FIS-Weltcup 2017 in Mailand) muss sich einen neuen Coach suchen.GEPA pictures

Der 36-Jährige reichte beim ÖSV seine Kündigung ein. Auch Unzufriedenheit beim Freestyle-Snowboardchefcoach sollen zu der Trennung geführt haben.

Der Steirer Christian Scheidl beendet mit Ende April seine Tätigkeit als Freestyle-Snowboardchefcoach in Österreichs Skiverband (ÖSV). Der 36-Jährige reichte seine Kündigung ein. Einen diesbezüglichen Bericht der "Kleinen Zeitung" bestätigte der APA - Austria Presse Agentur Christian Galler, der Sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV. Größte Erfolge hatte Scheidl mit Olympiasiegerin Anna Gasser.

"Er möchte sich neu orientieren", sagte Galler über Scheidl. "Das sind ganz normale Abläufe, dass Trainer kommen und gehen." Klar sei aber, dass es damit gewohnte Arbeitsabläufe nicht mehr geben wird. "Aber auch neue Ansichten können gut sein", so Galler. Er sei bereits an der Sichtung für einen Nachfolger des fünf Jahre im Amt gewesenen Scheidl. Die Aktiven würde die Änderung derzeit nicht tangieren, außer vielleicht gedanklich. Gasser sei derzeit mit Business-Terminen beschäftigt.

Ganz friktionsfrei dürfte die Trennung dennoch nicht von statten gegangen sein. In der "Kleinen Zeitung" klagt Scheidl an: "Man hat das Gefühl, dass man als Freestyle-Snowboarder unter den Snowboardern die Abteilung zweiter Klasse ist. Man beißt und arbeitet wie die anderen und trotzdem hat man das Gefühl, man soll in der Ecke sitzen und fleißig Medaillen liefern - aber ja nicht den Mund aufmachen."