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Fahrradsaison

(c) Carolina Frank

Ich liebe mein Fahrrad. Wenn nur das Frühjahrsservice nicht wäre!

Ich liebe mein Fahrrad. Wenn nur das Frühjahrsservice nicht wäre! Der Fahrradmechaniker sagt: Die Wartezeit betrage zwei Wochen. Und es werde nicht besser, je länger man warte. Denn inzwischen kollidierten die letzten Frühjahrsservice-Fahrräder schon mit den ersten Donauinselraser-Schäden. Das spricht dann eher doch dafür, gleich noch ein bisschen länger mit dem Service zu warten. Zum Beispiel bis Pfingsten. Wobei das heuer so spät ist, dass es sich vor dem Sommerurlaub gar nicht mehr richtig rentiert. Ab Juli brauche ich mich sowieso nicht zum Service anzumelden, denn erstens sind die Fahrradmechaniker auf Urlaub und zweitens bin ich ja auch nicht da. Aber im Urlaub könnte ich Rad fahren! Ein Hotel-Fahrrad hat den großen Vorteil, dass man sich um kein Service zu kümmern braucht.

Der einzige Nachteil ist, dass man es da oft mit sehr unbequemen Fahrrädern zu tun hat. Ohne Gangschaltung und mit Rücktritt. Außerdem macht es keinen schlanken Fuß, in aufrechter Rentner-position im Schneckentempo um den Bodensee zu fahren. Und zur ausgemergelten Wenn-ich-nur-hart-genug-trainiere-werde-ich-nie-alt-Mountainbike-Fraktion will man ja auch nicht gehören. E-Bike kommt schon gar nicht in Frage! Also warte ich mit dem Frühjahrsservice gleich bis zum nächsten Herbst. Das ist im Grunde ohnehin die beste Fahrradsaison. Da muss ich dann nur aufpassen, dass ich es noch rechtzeitig vor dem Run auf den günstigen Winterservice schaffe. Aber vielleicht wäre es besser, das Frühjahrsservice gleich auf den nächsten Frühling zu verschieben. Und außerdem: Irgendwer muss ja die neue Familienkutsche inklusive Sitz- und Lenkradheizung ausführen. Wenn nur die vielen Radfahrer nicht wären!