Architektur & Design

Ab in den Park!

Wohin mit den Süchtigen? Die Linzer Antwort lautet: Verbannung aus der Innenstadt in einen Park in Bahnhofsnähe. Betroffene, Anrainer und Experten für Landschaftsarchitektur protestieren, das Stadtgartenamt bleibt untätig. Über eine Kontroverse im barocken Bergschlössl-Park.

Es ist eine uralte Frage, die sich in jeder größeren Stadt stellt: Wie geht eine Stadtgesellschaft mit jenen Bürgerinnen und Bürgern um, die nicht der gängigen sozialen Norm entsprechen und andere Bevölkerungsgruppen durch ihre Präsenz im öffentlichen Raum stören oder sie durch kriminelle Aktivitäten gefährden? Oftmals mittellos oder eine Sucht bedienend, suchen betroffene Menschen gut frequentierte, öffentliche Plätze auf, um dort zu tun, was immer sie zu tun haben, oder um einfach ihren sozialen Bedürfnissen nachzugehen. Das gefällt den der Norm entsprechenden Bewohnern meist wenig, die sie sich als ordentliche Steuerzahler berechtigt fühlen, den öffentlichen Raum für sich zu beanspruchen und durch Einsatz des Sicherheitsargumentes auf verwaltungspolitischer Ebene Druck erzeugen.