Wien

Lainzer Tiergarten: Viele Spazierkilometer und ein Flecken Urwald

Eine der mächtigen, uralten Eichen am Johannser Kogel, die auch der japanische Kaiser bei seinem Wien-Besuch bewunderte. Der wilde Flecken im Herzen des Lainzer Tiergartens ist besonders geschützt.
Eine der mächtigen, uralten Eichen am Johannser Kogel, die auch der japanische Kaiser bei seinem Wien-Besuch bewunderte. Der wilde Flecken im Herzen des Lainzer Tiergartens ist besonders geschützt.(c) Clemens Fabry

Vor 100 Jahren wurde der Lainzer Tiergarten öffentlich zugänglich gemacht. Die einstigen kaiserlichen Jagdgründe in Wien Hietzing beherbergen Raritäten der Natur – und seit ein paar Jahren nach und nach weniger Wild.

Wien. Es kracht und knackst, wenn man sich den Weg ins wilde Herz des Lainzer Tiergartens bahnt. Im hellen Grün der frischen Triebe streiten die Vögel lautstark um Revier und Partner, dazwischen ruft ein Specht – und plötzlich steht sie vor einem: die 400 bis 500Jahre alte Eiche, die einst sogar der japanische Kaiser bewundert hat. Sie ist in den letzten Zügen: Nur zwei der gewaltigen Äste treiben noch aus. Dann wird sie irgendwann fallen – und langsam über Jahrzehnte verrotten wie die mächtigen Stämme ein paar Schritte weiter, während ringsherum neue junge Bäume aus dem Boden schießen.