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Tennis

Der Befreiungsschlag des Dominic Thiem

Dominic Thiem, in Monte Carlo im Achtelfinale ausgeschieden, schlägt kommende Woche beim ATP-500-Turnier in Barcelona auf.
Dominic Thiem, in Monte Carlo im Achtelfinale ausgeschieden, schlägt kommende Woche beim ATP-500-Turnier in Barcelona auf.REUTERS
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Nach über 15 Jahren an der Seite von Günter Bresnik beschreitet Dominic Thiem neue Wege. Mit dem Chilenen Nicolás Massú bleibt die harte Arbeit, aber der Spaß ist neu.

In Monte Carlo, wo die europäische Sandplatzsaison traditionell eingeläutet wird, ging Dominic Thiem in die Offensive. Günter Bresnik sei als Coach Geschichte, es handle sich um ein Ausstiegsszenario ohne Plan B. Den Weg zurück zu seinem Langzeittrainer schloss der 25-Jährige überraschend konsequent aus. Es ist eine Trennung, die auf dem Platz zwar als solche ausgeführt wird, auf dem Papier aber ist Bresnik aufgrund unbefristeter Verträge weiterhin Trainer und vor allem Manager, er verdient bei jedem Sieg des Weltranglistenfünften mit. Ein die Zukunft betreffendes, klärendes Gespräch zwischen Thiem und Bresnik hat bis heute nicht stattgefunden, man meidet einander, kommuniziert indirekt via Medien.

Dass Dominic Thiem und Günter Bresnik einmal getrennte Wege gehen würden, hatte kaum jemand für möglich gehalten. Zu eng war die Verbundenheit, die zwangsläufig irgendwann sogar in eine gewisse Abhängigkeit mündete. Über 15 Jahre hatte der Niederösterreicher den Tennisspieler und Menschen Dominic Thiem geformt. Wenn Bresnik auf den Tennisplätzen dieser Welt seine Kommandos gab, dann führte sie sein Schützling ohne Wenn und Aber aus. „Er hat in all den Jahren nie gefragt, wie lang das Training noch dauert“, hatte der Mann mit dem Strohhut einmal erzählt. Bresnik war für seine strenge Führung bekannt, auch außerhalb der Südstadt, wo das Duo gut und gern bis zu sechs Stunden täglich trainierte.