"So unfair": Trump droht nach Gewinneinbruch bei Harley-Davidson mit Vergeltung

Reuters

Der Motorradbauer Harley-Davidson litt im ersten Quartal unter dem Zollstreit mit der EU. Der US-Präsident macht seinem Ärger darüber auf Twitter Luft.

Der Zollstreit mit der EU hat erneut die Bilanz des US-Motorradbauers Harley-Davidson belastet - das bringt US-Präsident Donald Trump in Rage. Im ersten Quartal sank der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um mehr als ein Viertel auf 127,9 Mio. Dollar (113,7 Mio. Euro), wie Harley-Davidson am Dienstag mitteilte. Die Erlöse fielen um 12 Prozent auf 1,2 Mrd. Dollar.

Trump machte bei Twitter seinem Ärger darüber Luft, dass die US-Traditionsfirma in der EU unter erhöhten Zöllen litt, die im Zuge des Handelsstreits verhängt wurden. "So unfair gegenüber den USA", schrieb Trump und drohte mit Vergeltung. Allerdings sanken die Harley-Verkäufe in den USA, wo der Hersteller unter einer alternden konservativen Kundschaft leidet, sogar noch stärker als im Ausland.

Trotz Trumps jüngstem Tweet war das Verhältnis zwischen dem US-Präsident und Harley-Davidson zuletzt eigentlich eher angespannt. Trump hatte die US-Kultfirma wiederholt scharf kritisiert und im vergangenen Jahr sogar Boykottaufrufe seiner Anhänger unterstützt. Er war verärgert, weil Harley-Davidson angekündigt hatte, wegen der Strafzölle einen Teil der Produktion ins Ausland zu verlagern.

 

(APA/dpa)