Roubini: "Risiko, dass in USA etwas Ernstes passiert"

Nouriel Roubini warnt vor Gefahr für die USA
Nouriel Roubini warnt vor Gefahr für die USA(c) Reuters (Mike Segar)
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"In Washington gibt es keine Bereitschaft, etwas zu tun", warnt US-Ökonom Nouriel Roubini. Die US-Regierung zeige so lange keine Bereitschaft zum Handeln, bis diese durch den Anleihemarkt dazu gezwungen wird.

US-Ökonom Nouriel Roubini, der im Zuge der Finanzkrise als Untergangsprophet bekannt wurde, warnt vor hoher Inflation und Staatspleiten, berichtet "Financial Times Deutschland". "Heute machen sich die Märkte Sorgen um Griechenland, aber Griechenland ist nur die Spitze des Eisbergs", sagte Roubini am Mittwoch im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Milken Institute Global Conference im kalifornischen Beverly Hills.

Roubini: USA in Gefahr

Vor allem die USA sieht er in Gefahr. "Schließlich werden auch die fiskalischen Probleme der USA in den Vordergrund rücken", meint Roubini. "Das Risiko, dass in den nächsten zwei oder drei Jahren in den USA etwas Ernstes passiert, ist erheblich".  Er warnt: "In Washington gibt es keine Bereitschaft, etwas zu tun". Der Grund liege darin, dass die US-Regierung so lange keine Bereitschaft zum Handeln zeige, bis diese nicht durch den Anleihemarkt dazu gezwungen wird.

Inhaber von Staatsanleihen Griechenlands, Spaniens, Portugals, Großbritanniens und Islands hätten ihre Flucht aus diesen Papieren bereits angetreten, sagt Roubini laut "Der Börsianer" weiters. Bedauerlicherweise sei dieser Trend für den US-Anleihenmarkt noch nicht festzustellen.

Hohe Verschuldung, hohe Inflation

Das Problem sei die zunehmende Verschuldung der Staaten. Wenn dagegen nichts getan werde, würden die Länder entweder ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen - oder es werde eine höhere Inflation geben. Denn die Regierungen könnten sich dazu entschließen, Geld zu drucken, um ihre Schuldenlast zu senken, zitiert ihn "cash.ch".

Als Ausweg skizziert Roubini für die USA:

  • Steuereinnahmen erhöhen
  • Staatsausgaben senken

Europa solle die Ausgaben senken, fügt Roubini hinzu.

(Red.)

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