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Wer, wo, wann und wie viele? Die EU-Wahl(en) in Grafiken

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Wie viele (Auslands-)Österreicher sind am 26. Mai wahlberechtigt? Wer stand seit 1996 auf dem Stimmzettel? Wann gab es prozentuelle Höhenflüge, wann Abstürze? Und wie veränderte sich die Wahlbeteiligung?

Am 26. Mai sind die Österreicher aufgerufen, ihre Vertreter für das EU-Parlament zu wählen. Es handelt sich um den ersten bundesweiten Urnengang seit der Nationalratswahl 2017 - und damit um eine erste Bewährungsprobe für die türkis-blaue Koalition, aber auch für die neue SPÖ-Chefin - und die Grünen, die vor zwei Jahren aus dem nationalen Parlament ausziehen mussten. Gemeinsam mit vier weiteren Parteien ringen sie um die Stimmen der insgesamt 6.415.034 Wahlberechtigten:

 

Beim Urnengang sind übrigens mehr Frauen als Männer stimmberechtigt (bei den Angaben handelt es sich um vorläufige Zahlen, erst nach dem 2. Mai wird das Innenministerium die endgültigen Daten veröffentlichen):

 

In Niederösterreich sind für die Parteien die meisten Stimmen zu holen, gefolgt von Wien. Am wenigsten Wähler sind indes im östlichsten Bundesland beheimatet:

 

Freilich hat sich die Zahl der Wahlberechtigten im Laufe der Jahre und Jahrzehnte verändert - wobei es heuer den bisherigen Höchststand gibt:

 

Wie aber schnitten die Parteien nun beim bislang letzten Urnengang im Jahr 2014 ab? In anderen Worten: Wie ist es um die Ausgangslage bestellt?

 

Umgerechnet in EU-Parlamentssitze bedeutet das ...

 

In Summe entfallen derzeit damit 18 der 751 verfügbaren Mandate auf Österreicher. Diese Zahl variierte im Laufe der Jahre - und könnte sich mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union abermals verändern.

 

Nicht nur die Anzahl der Plätze der Parteien im EU-Parlament haben sich verändert, auch die Zahl der Parteien, aus denen die Österreicher bei den Urnengängen seit 1996 auswählen konnten, hat sich verändert.

 

Seit 1996 bei jedem Urnengang auf dem Stimmzettel gestanden haben die ÖVP, die SPÖ, die Grünen, die FPÖ und die KPÖ - wobei zuweilen nicht als eigene Liste, sondern in Bündnissen. Nur einen einmaligen Ausflug dorthin wagte beispielsweise die „Liste Karl Habsburg“ oder die „Neutralen". Das zweite man zur Wahl stehen 2019 die Neos.

 

Betrachtet man die aktuell im österreichischen Parlament vertretenen Parteien in Bezug auf ihre bisherigen Ergebnisse bei EU-Wahlen, so ergeben werden auch Tiefschläge sichtbar: Am deutlichsten treten diese bei der FPÖ zutage. Sie erzielten ihr bislang bestes Ergebnis beim ersten Urnengang 1996, rutschten dann aber auf magere 6,3 Prozent ab.

 

Auch um die Wahlbeteiligung stand es schon einmal besser: Am meisten Österreicher schritten 1996 zur Urne, bis dato am wenigsten machten 2004 ein Kreuzerl. Für die Wahl am 26. Mai sieht es da laut aktuellen Umfragen etwas besser aus: Laut dem Meinungsforschungsinstitut Unique Research, das im Auftrag des Magazins „profil" 500 Wahlberechtigte gefragt hat, ob sie zur EU-Wahl gehen werden, haben dies 49 Prozent der Interviewten vor, 46 Prozent wollen zu Hause bleiben, der Rest machte keine Angaben.