Uniqa verdient weniger und ist optimistisch

Uniqa verdient weniger optimistisch
Uniqa verdient weniger optimistisch(C) APA (HELMUT FOHRINGER)
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Die Assekuranz schüttet für das abgelaufene Jahr eine unveränderte Dividende von 0,40 Euro aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich auf 82 Mio. Euro.

Wien(nst). Die Uniqa-Versicherung hat im abgelaufenen Jahr erneut weniger verdient. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich auf 82Mio. Euro. Und damit um 8,7Prozent.

Dabei haben vor allem Unwetterschäden auf das Ergebnis gedrückt. Sie schlugen sich im abgelaufenen Jahr mit rund 110Mio. Euro zu Buche. Allerdings hat den Großteil der Kosten die Rückversicherung übernommen. Der Uniqa musste daher „nur“ 48Mio. Euro bezahlen.

Auch der Periodenüberschuss entwickelte sich mit rund 42Mio. Euro rückläufig. Im Jahr 2008 war noch ein Gewinn von rund 67 Mio. Euro ausgewiesen worden. Finanzvorstand Hannes Bogner führt dies auf die Erhöhung der Mindestbesteuerung bei der Lebensversicherung zurück. Diese sei nämlich auf 20Prozent angehoben worden. Ungeachtet des niedrigeren Gewinns will die Assekuranz eine unveränderte Dividende von 0,40Euro je Aktie ausschütten.

Besser als das Konzernergebnis entwickelten sich die Prämieneinnahmen. Sie erhöhten sich um 1,4Prozent auf rund fünf Mrd. Euro. Bereinigt um Währungsschwankungen, mit denen das Unternehmen vor allem in Osteuropa zu kämpfen hatte, wäre das Prämienvolumen um 4,8Prozent gewachsen.

Zuwächse gab es vor allem in den Bereichen Kranken- sowie Schaden- und Unfallversicherung. Im Segment Leben verminderten sich die Einnahmen, weil es Rückgänge im Einmalerlaggeschäft in der Region Osteuropa gegeben habe.

Nach Ländern gegliedert, konnte Westeuropa mit einem Plus von 9,5Prozent auf 802 Mio. Euro das höchste Wachstum verbuchen. Die Uniqa erklärt dies mit ihrem Italiengeschäft. Mit einer dort ansässigen Bank habe man die Partnerschaft erneuert. In Österreich verbesserten sich die Prämien um 2,8Prozent auf 3,1Mrd. Euro. Der größte Anteil wird hierzulande erwirtschaftet.

Uniqa will wieder wachsen

Künftig plant die Uniqa wieder ein „Effizienzsteigerungsprogramm“. In den vergangenen Jahren habe man so rund 200 Mio. Euro an Kosten einsparen können, sagt Konstantin Klien. Künftig sollen aber lediglich Portfolios umgeschichtet werden.

Einen ersten Vorgeschmack auf das laufende Jahr liefert das Ergebnis des ersten Geschäftsquartals. Das Prämienvolumen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,8Prozent auf rund 1,7Mrd. Euro. Für 2011 ist die Assekuranz daher optimistisch – und will ihr Vorsteuerergebnis um 40 bis 50Prozent steigern. Vorausgesetzt, Naturkatastrophen oder negative Überraschungen auf den Kapitalmärkten bleiben aus.

AUF EINEN BLICK

Die Uniqa ist übrigens mit 340Mio. Euro in griechischen Staatsanleihen investiert. In den kommenden zehn Jahren werden von diesen Anleihen 70Mio. Euro fällig. Die Uniqa hält auch spanische und portugiesische Anleihen – in einer Höhe, die von „untergeordneter Bedeutung“ sei.
Die Uniqa-Versicherung hat im abgelaufenen Jahr 42 Mio. Euro verdient, das sind um 24,7 Mio. Euro weniger als im Jahr zuvor. Dennoch wird eine unveränderte Dividende von 0,40 Euro je Aktie ausgeschüttet. 2011 soll das Vorsteuerergebnis um 40 bis 50 Prozent angehoben werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.04.2010)

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