In der Republik Moldau verlassen die Menschen das Land. Ein paar Idealisten gehen den umgekehrten Weg: Sie wollen dem Dorf Rîşcova eine Zukunft geben. Mit Ökoanbau.
Selbst die Desserts sind von Hand gemacht im Dorf Rîşcova. Auf dem Tisch stehen eine Schale Walnüsse und ein Glas Honig. Mit einem Löffel nimmt Valeria Şvarţ-Gröger ein wenig Honig und fängt sich eine Nuss aus der Schale. Eine süße und knackige Nachspeise. „So lecker“, sagt die junge Frau und lässt den Leckerbissen im Mund zergehen. Der Honig stammt von befreundeten Imkern. Die Walnüsse – von Bauern aus dem Dorf, in das die junge Frau und ein paar andere Mitstreiter vor einiger Zeit gezogen sind. Rîşcovas Nussbauern, das sind ein paar alte Menschen, die ein paar Bäume besitzen. Umso wichtiger ist es für sie, einen fairen Preis für ihre Ernte zu erhalten.
Mit den knackigen Früchten hat Valeria Şvarţ große Pläne: Die Walnüsse könnten zum Erkennungszeichen, zur Marke des Dorfs werden. Walnüsse aus dem Ökodorf. Walnüsse made in Moldova. Valeria Şvarţ geht es aber nicht nur um Nüsse. Es geht um mehr: Darum, wie das Leben in der Republik Moldau auch sein könnte.