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Die Misere der zweiten Säule der Pensionen

Bezieher von Zusatzpensionen klagen über Kürzungen.
Bezieher von Zusatzpensionen klagen über Kürzungen.(c) Clemens Fabry

Bezieher von Zusatzpensionen klagen über Kürzungen, die „Abfertigung neu“ entwickelte sich ebenfalls enttäuschend. Ein Grund ist die Börsenschwäche im Vorjahr, ein anderer ein kollektiver Irrtum in den Neunzigerjahren.

Wien. Nach 40 Jahren Erwerbsleben sollte ein Jahresgehalt herausspringen – das war das Ziel der „Abfertigung neu“, auf die alle Arbeitnehmer Anspruch haben, deren Arbeitsverhältnis nach 2002 begonnen hat oder die aus dem alten System umgestiegen sind. Gegenüber der alten Regelung hat die neue den Vorteil, dass man die Ansprüche auch dann nicht verliert, wenn man selbst kündigt oder wenn das Beschäftigungsverhältnis kürzer als drei Jahre dauert. Das Jahresgehalt nach 40 Jahren dürfte sich aber kaum ausgehen, wie man jetzt weiß. Die Vorsorgekassen, die die Gelder für die „Abfertigung neu“ verwalten, erzielten bis dato statt der erwarteten sechs Prozent einen jährlichen Veranlagungsertrag von 2,2 Prozent, im Vorjahr gab es einen Verlust von 1,97 Prozent.