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Hugo Boss schwächelt in USA und Kanada

FILE PHOTO: Jackets are on display in the Hugo Boss section in the Central Universal Department Store in Kiev
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Der Asiengeschäft und der Onlinehandel konnten im ersten Quartal zulegen. Digitalisierung und Währungseffekte führten dennoch zu einem operativen Gewinnrückgäng um 22 Prozent.

Digitalisierung wie auch Währungseffekte haben dem Modekonzern Hugo Boss im ersten Quartal zugesetzt. Doch trotz des operativen Gewinnrückgangs (Ebit) um 22 Prozent auf 55 Millionen Euro bekräftigte Vorstandschef Mark Langer seine Jahresziele. Neben Zuwächsen im Onlinehandel solle das im November aufgelegte Effizienzprogramm dem Modekonzern auf die Sprünge helfen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr und darüber hinaus erreichen werden", betonte der Manager.


Beim Umsatz verbuchte Boss zum Jahresauftakt ein Plus von zwei Prozent auf 664 Millionen Euro. Während das Asiengeschäft und der Onlinehandel zulegten, war die Entwicklung in den USA und Kanada rückläufig. Die Anleger reagierten enttäuscht: Im frühen Handel bei Lang & Schwarz gaben die MDax-Titel um 3,7 Prozent nach.

Hoffen auf Onlinehandel

2019 peilt Langer ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Das Ebit soll überproportional im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. "2018 war ein gutes Jahr für Hugo Boss, 2019 wird ein noch besseres Jahr für unser Unternehmen", hatte Langer im März versichert.

Die Krise in der Bekleidungsindustrie hatte Boss 2015 erfasst. Vor allem in China und den USA büßte der Modekonzern damals Geschäft ein. Langer verabschiedete sich zum großen Teil vom margenschwachen Großhandelsgeschäft in den USA und führte ein "konsequentes Kostenmanagement" ein. Zudem wurde das Onlinegeschäft ausgebaut.

(Reuters)