Deutsche Banken sagen Griechen-Hilfe zu

Deutsche Banken sagen GriechenHilfspaket
Deutsche Banken sagen GriechenHilfspaket(c) APN (Daniel Roland)
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Die Banken wollen bisher ein bis zwei Milliarden Euro für die Rettung Griechenlands bereitstellen, in dem sie Anleihen kaufen. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hilft bei der Zusammenstellung des Rettungs-Pakets.

Die deutschen Finanzinstitute sind Kreisen zufolge bereit zu einer Beteiligung an den Hilfen für Griechenland. Ein Konsortium aus einer Handvoll Banken, Versicherer und bisher einer Industriefirma habe bisher Gelder von ein bis zwei Milliarden Euro informell zugesagt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Um welche Art der Hilfen es sich dabei handle, sei im Detail noch nicht geklärt. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann helfe bei der Zusammenstellung des Rettungspakets. Der Schweizer sei nach Beratungen mit Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble tätig geworden. Ein Deutsche-Bank-Sprecher lehnte einen Kommentar ab.

Eine andere mit den Plänen der Banken vertraute Person fügte hinzu, eine freiwillige Beteiligung der Institute an den Hilfen für das schuldengeplagte Griechenland "sei eine sehr intelligente Lösung". Es müsse ein Betrag von sechs bis sieben Milliarden Euro zusammenkommen, um ein symbolisches Zeichen zu setzen. Die Bemühungen um eine Beteiligung des Finanzsektors werden offenbar von Deutschland vorangetrieben. Auf europäischer Ebene gebe es keine entsprechenden Pläne, sagten weitere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Banken könnten Anleihen kaufen

Im Gespräch ist Kreisen zufolge unter anderem, dass sich Banken an den Milliardenhilfen beteiligen, in dem sie Anleihen der Hellenen aufkaufen. Schäuble hatte am Vormittag gesagt, die Banken könnten freiwillig an der Rettungsaktion teilnehmen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF), die EZB und die EU-Kommission verhandeln derzeit mit der Regierung Griechenlands über die Bedingungen für das milliardenschwere Kreditpaket, mit dem das hoch verschuldete Euroland vor der Staatspleite bewahrt werden soll. Schäuble rechnet damit, dass der Rettungsplan bis Sonntag vorliegen wird.

(APA)

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