Dominanz im Radsport hat einen neuen Namen

Das Idyll trügt: Die erste Ausfahrt als Team Ineos in England war von Protesten durch Umweltschützer begleitet.
Das Idyll trügt: Die erste Ausfahrt als Team Ineos in England war von Protesten durch Umweltschützer begleitet.(c) APA/AFP/OLI SCARFF
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Als Team Sky regierte er den Radsport, nun hat der britische Rennstall mit Ineos einen neuen, finanzkräftigen Sponsor. Die Kooperation weckt Unbehagen auf mehreren Ebenen.

Man sollte meinen, wenn das erfolgreichste Radteam der vergangenen Jahre über seine Zukunft spricht, wäre eine große Bühne garantiert. Das Gegenteil jedoch war am Mittwoch der Fall, als Team Sky den offiziellen Sponsoren- und Namenswechsel hin zu Ineos vollzog. Die Präsentation erfolgte unter Geheimhaltung, nur eine kleine Runde auserwählter Journalisten war ins Pub The Fountaine Inn im nordenglischen Linton geladen. Den Grund dafür erlebten Chris Froome und seine Kollegen an den folgenden Tagen, als sie erstmals in den neuen schwarz-roten Trikots zur Yorkshire-Rundfahrt ausfuhren und den geballten Unmut der Umweltschützer zu spüren bekamen. Der Chemiekonzern Ineos setzt nämlich auf die umstrittene Fracking-Methode zur Öl- und Gasförderung – auch in dieser Gegend Nordenglands.

Der vierfache Toursieger Froome kennt das Schicksal des Geächteten, ob seiner Dominanz und manch intransparenter Werte ist er schon öfters Zielscheibe wütender Fans geworden, in Frankreich wurde er einmal sogar mit Urin bespritzt. Diesmal richtete sich der Protest gegen James Ratcliffe. 15.000 Masken mit dem Gesicht des Ineos-Vorstands sollen unter Öko-Anhängern verteilt worden sein.

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