Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

AK-Experte: "Gewinnbeteiligung darf keine Lohnerhöhung ersetzen“

voestalpine
voestalpine(c) imago/Xinhua (imago stock&people)
  • Drucken

Die Arbeitnehmervertretung sieht die Pläne der Regierung zu steuerfreien Mitarbeiterbeteiligungen skeptisch.

Die Regierung will im Zuge der Steuerreform eine steuerfreie Mitarbeiterbeteiligung von bis zu 3000 Euro pro Person und Jahr ermöglichen. Arbeiterkammer-Experte Dominik Bernhofer hat grundsätzliche Bedenken, wie er Montagfrüh im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radios sagte: "Es ist wichtig, dass diese Gewinnbeteiligung keine Lohnerhöhung ersetzen oder verdrängen darf.“ Es seien noch zahlreiche Details ungeklärt, vor allem wer davon profitieren soll. Dazu wollte sich laut Ö1-Radio im Finanzministerium noch nicht äußern.

Schon 2007 hatte der damalige Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl eine Mitarbeiterbeteiligung gefordert und Arbeitnehmervertreter dagegen ausgesprochen.

Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit einer steuerlich begünstigten Beteiligung, nämlich für Firmenanteile wie Aktien. Laut Peter Bartos von der Steuerberatungskanzlei BDO muss die Beteiligung entweder allen oder bestimmten Gruppen von Mitarbeitern gewährt werden. Es sei zu erwarten, dass das auch künftig so sein werde.

Beim oberösterreichischen Unternehmen voestalpine gibt es bereits eine Form der Mitarbeiterbeteiligung. Wer im Stahlkonzern arbeitet, gibt einen Teil seiner KV-Erhöhung an eine Stiftung ab, mit dem Geld werden Aktien der voestalpine gekauft, auch die Dividenden werden üblicherweise in Aktien investiert. Wer in Pension geht oder die Firma verlässt, kann seine Anteile verkaufen, das Ergebnis hängt dann von der Zahl der Aktien und vom aktuellen Aktienkurs ab.

 

(APA)