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Alle Medikamente auf E-Card: Testlauf ab 2011

Alle Medikamente ECard Testlauf
Symbolbild E-Card(c) www.bilderbox.com
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In drei Regionen in Wien, Tirol und OÖ startet ab nächstem Jahr das Projekt E-Medikation. Alle Medikamente werden auf der E-Card gespeichert. So sollen negative Wechselwirkungen verhindert werden.

Ärzte, Spitäler und Apotheker sollen künftig die Wechselwirkungen von Medikamenten systematisch prüfen: Ab dem Frühjahr 2011 sollen bei einem Testlauf des Projekts E-Medikation in drei Regionen in Wien, Tirol und Oberösterreich alle Medikamente, die ein Patient bekommt, auf seiner E-Card gespeichert werden. Die letzten strittigen Details konnten geklärt werden, berichtet das Ö1 Morgenjournal.

Konkret soll der Testlauf in der Tiroler Versorgungsregion West, in der Region Wels und Umgebung sowie im Wiener 22. Bezirk gestartet werden, wird der Tiroler Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg zitiert. In den Versuch sollen alle Ärzte, Apotheken und Spitäler eingebunden werden. Entsprechende Vereinbarungen seien mit der Ärzte- und der Apothekerkammer getroffen worden. Die Patienten sollen freiwillig an der neuen Medikamenten-Verträglichkeitsprüfung teilnehmen. Sie sollen nach und nach in das Projekt aufgenommen werden.

Österreichweite E-Medikation 2012?

Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely verspricht sich mit dem System vor allem mehr Sicherheit für die Patienten. Geprüft werden alle rezeptpflichtigen sowie die gängigsten rezeptfreien Medikamente, in Summe 8500 Medikamente, so Wehsely. Dazu kämen noch rund 350 Präparate, die nicht rezeptpflichtig sind, aber relativ häufig Wechselwirkungen auslösen können.

Der Hauptverband der Sozialversicherungen will das Projekt nach sechs Monaten Testlauf und sechs Monaten Evaluierung 2012 in ganz Österreich umsetzen. Positiv reagierte der österreichische Seniorenbund: "Unseren Senioren geht das alles ja schon fast zu langsam", sagte Generalsekretär Heinz K. Becker.

(Red.)