Buwog-Mutter Vonovia rechnet nach starkem Jahresstart mit mehr Gewinn

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Steigende Mieteinahmen und die jüngsten Zukäufe in Österreich und Schweden spülen dem größten deutschen Wohnungskonzern Vonovia immer mehr Geld in die Kasse.

Im ersten Quartal steigerte der deutsche Wohnungskonzern Vonovia das operative Ergebnis nach Zinsen und Steuern (Group FFO) auf 303,6 von 253,0 Millionen Euro, wie Vonovia am Dienstag mitteilte. Das Plus von rund 20 Prozent beruhte vor allem auf den Zukäufen von Victoria Park in Schweden und der Buwog in Österreich, durch die Vonovia zuletzt deutlich gewachsen ist und nun insgesamt fast 400.000 Wohnungen besitzt und weitere 80.000 verwaltet.

Vorstandschef Rolf Buch erhöhte nach den guten Start ins Jahr seine Ertragsprognose für 2019 leicht. Er will nun ein operatives Ergebnis nach Zinsen und Steuern zwischen 1,17 und 1,22 Milliarden Euro einfahren, vor allem auch durch weitere Effizienzsteigerungen und die Aktivitäten in Schweden. Das entspräche im Vergleich zum ersten Quartal 2018 einem Plus von rund 5 Prozent. Gleichzeitig sollen die Investitionen auf rund 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro weiter erhöht werden. Buchs bisherige Gewinnprognose hatte bei 1,14 bis 1,19 Milliarden Euro gelegen.

Mieteinnahimen steigen um ein Fünftel

Die Mieteinnahmen stiegen in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres bei einem weiterhin geringen Leerstand um ein Fünftel auf 505 Millionen Euro. Die Miete erhöhte sich auf durchschnittlich 6,56 Euro je Quadratmeter - sechs Prozent mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Gleichzeitig steckte Vonovia mit 242 Millionen Euro rund 75 Prozent mehr in Modernisierung und Neubau. Der Überschuss des Dax-Konzerns erhöhte sich um fast 60 Prozent auf 201 Millionen Euro.

Vonovia, mit einem Marktanteil von rund zwei Prozent der größte Anbieter auf dem sehr kleinteiligen deutschen Mietmarkt, gehört schon seit langem zu den Profiteuren der hohen Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen vor allem in Metropolen. Die Mieten steigen dort schon seit Jahren rasant - trotz der vor einiger Zeit eingeführten Mietpreisbremse. Der Wohnungsnot will Vonovia durch Modernisierungen und auch durch Neubau und die Aufstockung bestehender Gebäude entgegen wirken. Nach 1100 Wohnungen 2018 will Vonovia im vergangenen Jahr mindestens 2000 Wohnungen fertigstellen, erklärte Buch.