Prinz Jimmy, die Nummer sieben

Charles Philip Arthur George: Der Fundus royaler Vornamen ist nicht unerschöpflich.

Charles Philip Arthur George: Der Fundus royaler Vornamen ist nicht unerschöpflich, und ein Teil entfällt bereits auf Prinz Charles, Opa des neuen angloamerikanischen Prinzen. Für einen Wimpernschlag der Geschichte lautet im Königreich momentan die große Frage nicht Brexit, Maybe-Brexit oder No-Brexit, sondern, mit welchem Namen der Baby Boy durch die Welt flanieren wird.

Klassisch altmodisch wie Mortimer, flott wie Felix oder salopp wie Oscar? Ganz unerheblich ist die Sache nicht. Und so zerbrechen sich längst nicht allein die britischen Wettbüros ihren Kopf über die Causa prima im Hause Windsor. Meghan, die Mutter, tendierte in ihrem früheren Leben als Schauspielerin einmal zu Grey: Das wäre dann womöglich aber doch ein wenig zu farblos, zu amerikanisch und ein zu großer Bruch mit Tradition und Konvention – um nicht zu sagen: ein Kulturschock. Donald – ein No-go, weil zu clownesk, laut und schrill wie in einem Präsidentencomic.

Namen über Namen, Fragen über Fragen. Thomas wie der Opa mütterlicherseits – ein Zeichen der Versöhnung angesichts der familiären Zerrüttung der Markles? Spencer wie die Oma? Warum nicht Hugh wie Charmeur Hugh Grant? Oder James wie der legendäre Reitlehrer von Lady Di? Oder wie in Bond, James Bond. Jimmy, passend für die Number Seven der britischen Thronfolge. (vier)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.05.2019)