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Aufregung um Patent auf Lachs

Mit einer speziellen Futtermischung soll der Lachs omegareicher werden.
Mit einer speziellen Futtermischung soll der Lachs omegareicher werden.(c) imago images / Westend61 (via www.imago-images.de)
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Kritiker befürchten, dass bald auch Kühe und Schweine patentiert werden könnten, die auf der Weide gehalten werden.

Die Diskussion über ein Patent auf Lachse, die mit bestimmten Pflanzen gefüttert wurden, nimmt Fahrt auf. Das Europäische Patentamt (EPA) hatte im Oktober 2018 Futtermittel, die Haltung der Fische und ihre Fütterung, die Fische selbst, sowie das Fischöl patentiert (EP1965658). Zwei Jahre zuvor wurde die Patenterteilung durch die EPA nach zahlreichen Protesten im letzten Moment noch zurückgezogen. Das Patent war von einer australischen Forschungseinrichtung beantragt worden.

Die Fische sollen mit herkömmlichen oder auch gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Lebensmittel, die von diesen Lachsen stammen, sollen in der Folge einen erhöhten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweisen. Derartige Fettsäuren werden oft als gesundheitlich wertvoll bezeichnet. Das berichtet food-monitor, ein Informationsdienst für Ernährung. Gegner befürchten auch negative Auswirkungen für die Landwirtschaft.

Die Nichtregierungsorganisation „Keine Patente auf Saatgut!" ist der Ansicht, dass das Patent gegen das Verbot von Pflanzen und Tieren aus konventioneller Züchtung verstößt. Patente auf „Tierrassen oder Pflanzensorten“ sind in der EU eigentlich verboten. Aber die Auslegung dieser europäischen Richtlinie ist je nach Interessenlage unterschiedlich. „Das Verbot wird umgangen“, sagt NGO-Sprecher Christoph Then. Nun hat die Organisation vor Ablauf der neunmonatigen Frist einen Einspruch vorbereitet.