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"Literaturvertreibungsprogramm": Autoren kritisieren Matura

(c) APA/HANNES DRAXLER (HANNES DRAXLER)
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Bei der Auswahl der aktuellen Literaturaufgabe sei zumindest kein Lapsus passiert - sie sei allerdings „bieder".

Erneute Kritik an der Zentralmatura im Fach Deutsch kommt von der IG Autorinnen Autoren. Die Art und Form der Aufgaben würden ein "Literaturvertreibungsprogramm" mit sich bringen. "Junge Leserinnen und Leser lassen sich durch die Objektivierungs- und Vergleichbarkeitszwänge, auf die man immer noch setzt, nicht gewinnen", hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.

Die Autorenvereinigung äußert sich schon seit Jahren kritisch zur Deutsch-Zentralmatura und verlangt eine stärkere Berücksichtigung der Literatur bei den Aufgabenstellungen. Derzeit stehen bei der Deutsch-Matura drei Aufgabenpakete mit je zwei voneinander unabhängigen Aufgabenstellungen zur Auswahl. Unter diesen sechs Aufgaben muss eine literarische sein.

Kein Lapsus, aber „bieder"

Bei der Auswahl dieser Aufgabe sei heuer kein Lapsus passiert. Die Textvorlage ("Der Eisschrank" von Alfred Döblin, Anm.) sei "prinzipiell keine schlechte Wahl, wenngleich sehr bieder", so die IG. "Maturaniveau haben die Aufgabenstellungen nur bedingt." Dabei gehe es vor allem etwa um "brave Abarbeitung der im Textsortendrill über Jahre erworbenen meistenteils weitgehend sinnlosen Kenntnisse" oder "pflichtgemäßes Wiederkäuen des ohnehin im Text Ausgesagten".

>>> Zu den diesjährigen Aufgaben

(APA)