Wiener Immobilien im ersten Quartal weiter verteuert

Blick über Wien Richtung Stephansdom.
Blick über Wien Richtung Stephansdom.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

EHL: Mieten stiegen im Jahresabstand um durchschnittlich 1,5 Prozent. Die Kaufpreise legten im Schnitt um 3,25 Prozent zu.

Immobilien in Wien sind weiterhin sehr gefragt. Auch mit den Preisen geht es nach oben, allerdings nicht mehr so steil wie in vergangenen Jahren. Die Mieten erhöhten sich heuer im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Schnitt um 1,5 Prozent, die Kaufpreise stiegen um rund 3,25 Prozent, wie aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht des Immobiliendienstleisters EHL hervorgeht.

Hohe Nachfrage

In guten Lagen zogen die Mieten um 3,5 Prozent und die Kaufpreise um 4,5 Prozent bedeutend kräftiger an. Das Marktgeschehen dominiere weiterhin eine starke Nachfrage, heißt es in dem Marktbericht. Die seit 2016 deutlich gestiegene Bautätigkeit führe nun - mit der üblichen Verzögerung - zu einem kontinuierlichen Zuwachs bei den Fertigstellungszahlen und daher sei der Nachfrageüberhang etwas "weniger angespannt" als in der jüngeren Vergangenheit.

Die leichte Entspannung beziehe sich allerdings eher auf den Mietmarkt als auf die Eigentumswohnungen. Denn zahlreiche Entwickler veräußern laut EHL verstärkt Gesamtobjekte an Investoren, die dann in weiterer Folge eher vermieteten als die Wohnungen im Eigentum weiterverkauften.

Lagezuschlag verunsichert Investoren

Bei Altbauwohnungen wiederum seien die Investoren angesichts der deutlich restriktiveren Auslegung der Lagezuschlagsregelungen verunsichert. Daher würden die Eigentümer noch mehr auf befristete Mietverhältnisse fokussieren. Auch eine "leichte Tendenz zum verstärkten Abverkauf von Eigentumswohnungen" sei in diesem Bereich bemerkbar.

Insgesamt sei es aber auf dem Wiener Immobilienmarkt heuer im ersten Quartal zu keinem Abbau des Nachfrage-Rückstaus aus den Vorjahren gekommen. Das ist dem Bevölkerungswachstum geschuldet. Ende 2018 lebten beispielsweise um 11.000 Menschen mehr in Wien als zu Beginn des vergangenen Jahres.

 

(APA)