Song Contest 2019

Eurovision Song Contest: Gewinnen heuer Gurgellaute?

Die isländische Fetisch-Rock-Band Hatari mischt Industrialsounds mit Discogesäusel – und ist der heurige Favorit des „Presse“-Popkritikers.
Die isländische Fetisch-Rock-Band Hatari mischt Industrialsounds mit Discogesäusel – und ist der heurige Favorit des „Presse“-Popkritikers.Eurovision

Das heurige Motto des Eurovision Song Contest lautet „Dare to Dream“. 41 Teilnehmer träumen vom Sieg in einem Wettbewerb, in dem selten der Beste gewonnen hat. Zehn Favoriten.

Es ist wieder so weit. Alle Daumen werden benötigt für das große Hit-or-Miss-Spiel des Eurovision Song Contest. Geringe Aufmerksamkeitsspanne? Arthritis? Egal, es muss gevotet werden. Alle, auch jene, die sich sonst nicht für Musik interessieren, sind dabei beim großen Scherbengericht. Nationalisten und Anarchisten, Pathetiker und Scherzkekse, sie alle werden sich mit wild wuchernden Vorurteilen und kühnen Projektionen einbringen in diese Wahl. Auf der Strecke bleibt meist die Musik. „Die Presse am Sonntag“ hat deshalb die zehn musikalisch interessantesten Songs aus dem heurigen Angebot herausgekitzelt.

Aserbaidschan

Eigentlich handelt das vom 28-jährigen Chingiz gesungene „Truth“ von einer vergifteten Beziehung. „I'm in the mirror, so freaking bitter, but I've gotta get through“, lauten die ersten Zeilen. Soundmäßig beginnt der Song mit bedrohlichem Grollen und beschaulichen Lautenklängen, ehe wüste Synthies und Beats einsetzen. Der bärtige Hipster singt mit unwiderstehlichem Hang zur Euphorie. Tolle Melodie!