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Führungsstil

Delegieren heißt nicht schwarz oder weiß

Viele Menschen tun sich schwer, Arbeit abzugeben. Hier ist ein Trick, wie das leichter fällt.

Vielen Führungskräften fällt es schwer zu delegieren. Oder Sie lassen sich selbst zu viel von ihren Mitarbeitern umhängen. William Oncken vergleicht das mit Affen: Das Problem des Mitarbeiters sitze wie ein Affe auf dessen Schulter. Indem er den Chef damit befasst, wechselt der Affe auf dessen Schulter – bis er vor lauter Mitarbeiteraffen nicht mehr zu seiner Arbeit kommt.

Wem es schwer fällt, sich davon abzugrenzen, dem hilft es, sich die vielen Schattierungen von Delegation zu vergegenwärtigen. Der niederländische Produktivitätscoach Arjan Broere schlägt zehn Delegations-Ebenen vor:

  • Du tust, was ich sage.
  • Du checkst die Situation und informierst mich. Ich entscheide.
  • Du checkst die Situation und informierst mich. Dann entscheiden wir gemeinsam.
  • Du checkst die Situation und sagst mir, was du brauchst. Dann entscheiden wir.
  • Du gibst mir deine Empfehlung und ich entscheide.
  • Du entscheidest und gehst an die Arbeit, wenn ich einverstanden bin.
  • Du entscheidest und gehst an die Arbeit, wenn ich nicht „nein" sage.
  • Du entscheidest, führst aus und informierst mich, wie es ausgegangen ist.
  • Du entscheidest, führst es aus und informierst mich nicht.
  • Du entscheidest und checkst alles allein.

Sehen Sie es doch nicht als eine Schwarz oder Weiß-Angelegenheit (alles oder nichts), sondern schauen Sie doch, bis zu welcher Ebene Sie sich leicht tun und handeln Sie sich zur nächsthöheren hinauf.

Noch eine Idee: Vereinbaren Sie mit Ihrem Team, dass es Ihnen nur Mails schicken darf, die Sie mit „ja" oder „nein" beantworten können. Spart enorm viel Zeit!

Falls Sie nicht genau wissen, was Ihre Rollen und Verantwortungen sind - es sind die Antworten auf diese Fragen: Wofür fühle ich mich verantwortlich? Wofür betrachten mich die anderen als verantwortlich? Was will ich auf dieser Ebene beibehalten?

Sprechen Sie mit Ihrem Team, wer was übernehmen will: Für viele ist das eine willkommene Aufwertung. Und denken Sie auch mal über einen virtuellen Assistenten nach. Das sind selbstständige Unternehmer, die aus der Ferne Aufgaben von Ihnen übernehmen: Fakturieren, Termine verwalten, Organisatorisches. Schauen Sie sich auch mal den Dienst Fiverr an. Auf dieser Plattform bekommen Sie Dienstleistungen für fünf Dollar. Vier bekommt der Dienstleister, einen die Plattform.