Anleiheninvestor: Griechenland droht "verlorene Dekade"

Pimco-Co-Investorchef El-Erian ueber griechische Anleihen
Pimco-Co-Investorchef El-Erian ueber griechische Anleihen(c) Reuters (Daniel Munoz)
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Die Nothilfen würden nicht die Schuldenprobleme des Landes lösen, warnt Mohamed El-Erian, Co-Chefinvestor des weltgrößten Anleiheninvestors Pimco. Für Länder wie Spanien und Portugal bestehe "Ansteckungsgefahr".

Während hochrangige deutsche Politiker damit werben, griechische Anleihen zu kaufen, lässt der größte Anleiheninvestor der Welt weiterhin die Finger von hellenischen Papieren. Mohamed El-Erian, Co-Chefinvestor des weltgrößten Anleiheninvestors Pimco, sagt den Griechen in einem Kommentar in der "Financial Times" eine "verlorene Dekade" wie Lateinamerika in den 1980er Jahren voraus.

Der Grund sei einfach: Das mindestens 110 Milliarden Euro schwere Hilfsprogramm von Euroländern und IWF helfe nicht, den Schuldenstand des Landes zu verringern.

"Ansteckung der Euro-Peripherie nicht gebannt"

El-Erian warnte bereits vor wenigen Tagen vor Ansteckungseffekten. "Für Spanien und Portugal ist es sehr viel schwieriger geworden als vor einem Monat, Kapital zu vernünftigen Konditionen aufzunehmen. Das einzige, was sich eigentlich geändert hat, ist die Lage Griechenlands und das ist ein Beispiel für Ansteckungseffekte", sagte der Fondsmanager laut "cash.ch".

"Die Risikoaufschläge für Portugal und Spanien haben sich nicht wesentlich eingeengt", sagt auch Sean Maloney, Zinsstratege bei Nomura, wie "Financial Times Deutschland" berichtet. "Das legt nahe, dass die Angst vor einer Ansteckung der Euro-Peripherie nicht vollständig gebannt ist. Das Rettungspaket konnte diese Sorgen bisher nicht dämpfen", so Maloney.

(Red.)

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