LandessiegerTirol

Die ILF Group plant auf fünf Kontinenten

ILF-Group-CEO Klaus Lässer und ILF-Austria-Geschäftsführer Alexander Speckle (r.) am Headquarter in Rum.(c) Bernhard Wieland

Seit 50 Jahren hat das Ingenieurs- und Beratungsunternehmen ILF bei großen Infrastrukturprojekten seine Finger im Spiel.

Hoch über dem Inntal, in Rum bei Innsbruck, steht die Kommandobrücke eines wenig bekannten, aber hoch erfolgreichen großen Familienunternehmens: die ILF Group. Die drei Buchstaben stehen für „Ingenieursgemeinschaft“ und für die Nachnamen der beiden Gründer Pius Lässer und Adolf Feizlmayr. Wobei Lässer 1967 ein Ingenieursbüro in Innsbruck gründete und dieses zwei Jahre später durch den Beitritt von Feizlmayr zur ILF wurde. Jetzt, 50 Jahre später, ist ILF ein international tätiges Ingenieurs- und Beratungsunternehmen, das seine Kunden bei der Realisierung komplexer Industrie- und Infrastrukturprojekte begleitet.
„Wir sind als reiner Dienstleister für anspruchsvolle Kunden tätig, und das in verschiedensten Branchen“, sagt Klaus Lässer. Er führt seit 2007 den Familienbetrieb als CEO zusammen mit seinem Bruder Bernhard Lässer. Die Gründer sind im Aufsichtsrat.

Vier Hauptgeschäftsfelder hat die ILF: Das größte ist der Bereich Öl, Gas & Industrie, der 43 Prozent des Umsatzes ausmacht. Dann kommt Verkehr & Bauwerke mit 29 Prozent, dann Wasser & Umwelt mit 15 Prozent und dann der Bereich Energie & Klimaschutz mit 13 Prozent. „Wir kommen aus dem Pipelinegeschäft“, sagt Lässer, daher ist Öl & Gas auch das stärkste Geschäftsfeld. Wir sind als österreichisches Planungsunternehmen schon früh ins Ausland gegangen“, betont Lässer. So sei man zum Beispiel seit 40 Jahren in Saudiarabien. Heute hat die ILF Group mit mehr als 40  Bürostandorten auf fünf Kontinenten rund 2200 Mitarbeiter.

Früher wurden viele internationale Projekte aus Innsbruck und München, dem zweiten großen ILF-Standort, heraus entwickelt. „Heute muss man vor Ort präsent sein. Denn die Kunden wollen auch lokale Wertschöpfung sehen“, betont Lässer. „Das heißt, dass wir uns verändern und wie ein Netzwerk agieren müssen.“

Österreich sei aber nach wie vor „einer unserer Kernmärkte“, sagt der ILF-Chef, „und auch der umsatzstärkste Markt“. Von den zuletzt 202 Millionen Euro Gruppenumsatz macht die ILF Austria rund 70 Millionen Euro. Im Hauptquartier in Rum bei Innsbruck arbeiten 320  Beschäftigte. Mit den Niederlassungen in Linz, Wien, Graz, Dornbirn und Leobersdorf kommen rund 200 Leute dazu.

Qualität und Flexibilität

„Die Stärke der ILF ist, das wird uns immer wieder von Kunden zurückgespielt, unsere Flexibilität, die Fähigkeit, gut zuzuhören, gesamthaft zu denken und dann mit Motivation, Begeisterung und Nachhaltigkeit Leistung zu erbringen“, sagt Lässer. Die ILF definiert das als „Engineering Excellence – Qualität auf hohes Niveau für unsere Kunden zu bringen“. Die ILF habe eine große Vision, in welche Richtung man sich weiterentwickeln wolle: „Das Thema Umsatzwachstum ist für uns nicht von primärem Interesse. Wir wollen qualitativ weiterwachsen. Das bezieht sich auf neue Geschäftsfelder, neue Dienstleistungen, die Erweiterung unserer Serviceportfolios. Dahin geht unser Ziel, das Thema Innovationen voranzutreiben, da sind wir sehr engagiert.“

Im Detail:

Unternehmen: ILF Group Holding GmbH
Branche: Ingenieur- und Beratungsunternehmen
Firmensitz: Rum
Gründung: 1967
Heute in der 2. Generation
Umsatz 2018: 202 Millionen Euro
Mitarbeiter: 2200