Der Sachverständige Karl Mahringer habe seine Vertrauenswürdigkeit verloren, meint der Richter. Er war lange Zeit der einzige gerichtlich beeidete Sachverständige für die Länder Afghanistan, Syrien und Irak.
Der umstrittene Afghanistan-Gutachter Karl Mahringer ist seinen Job als Gutachter nun los, bestätigt das Bundesverwaltungsgericht. Es hat rechtskräftig entschieden, dass Mahringer der Sachverständigen-Status entzogen wird, berichtet der „Kurier“. Der Oberösterreicher war lange der einzig gerichtlich beeidete Sachverständige für die Länder Afghanistan, Syrien und Irak in Österreich.
Mahringer lebte einige Jahre in Afghanistan und war lange Zeit für Asyl-Gutachten die dieses Land betreffen zuständig. Schon im letzten Jahr hatte das Landesgericht für Zivilrechtssachen ein Überprüfungsverfahren gegen ihn durchgeführt. Nun hat die Kommission dem 66-Jährigen die Eigenschaft als „allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger" entzogen. Es gab Zweifel ob Mahringer vorschriftsmäßig arbeite.
Davor hatte es mehrere Beschwerden gegen den Gutachter gegeben. Mahringer erklärte in Interviews: „70 Prozent der afghanischen Asylwerber sind Wirtschaftsflüchtlinge“. Er hegte in einem Zeitungsinterview auch den Verdacht, zwischen dem Landesgericht für Zivilrechtssachen und den NGOs gäbe es eine intensive Zusammenarbeit: „Sie wollen mich zerstören", wurde er dort zitiert.
(Red.)