Song Contest: Wettanbieter sehen Österreich nicht im Finale

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Wird Paenda mit ihrer Ballade "Limits“ eines der zehn Finaltickets für den Samstag bekommen? Den Wettern zufolge nicht.

Im morgigen zweiten Semifinale des Eurovision Song Contests in Tel Aviv tritt die heimische Kandidatin Paenda mit ihrer Ballade "Limits" auf. Doch wie gut stehen die Chancen, dass sie eines der zehn Finaltickets für den Samstag bekommt? Immerhin ist die Konkurrenz groß - vor allem im Vergleich zum schwachen gestrigen ersten Halbfinale.

Die internationalen Zocker jedenfalls haben den Daumen für die 31-jährige Electrokünstlerin gesenkt: Österreich wird derzeit auf Platz 14 im 18-köpfigen Feld gereiht. Sie sehen damit das Finale deutlich außer Reichweite. Entsprechend muss sich die blauhaarige Sängerin bei der Show ins Zeug legen, um zunächst die internationalen Fachjurys (am heutigen Mittwochabend steht die Juryausgabe an) und am Donnerstag dann das Publikum von ihrem selbstgeschriebenen Song zu überzeugen.

Als Fixstarter für einen Aufstieg in die Runde der letzten 26 werden derzeit die Niederlande, Schweden, Russland, Aserbaidschan, die Schweiz, Malta, Nordmazedonien, Dänemark, Armenien und Norwegen gesehen.

Wer am gestrigen Diensstag (nicht) überzeugte:

Hacker-Attacke auf Sender während Halbfinale

Einen Zwischenfall gab es bei der Show am Dienstag: Unbekannte Hacker haben mit einer gefälschten Warnung vor einem Raketenangriff die Online-Übertragung eines israelischen Senders gestört. Während des Webcasts erschien plötzlich eine Art Satellitenbild von Tel Aviv auf dem Bildschirm, auf dem eine Rauchwolke dargestellt war.

Zu hören war zudem ein Sirenenton und eine englischsprachige Warnung vor einem Raketenangriff. "Zu einem bestimmten Zeitpunkt gab es eine Übernahme - offenbar durch die Hamas - unseres Digitalprogramms", hieß es vom Sender. Es sei aber gelungen, "binnen Minuten" wieder die Oberhand zu gewinnen. "Ich denke, es war Israels schnellster Sieg über die Hamas in der Geschichte", scherzte der Senderchef.

Die Show am Donnerstag

Am Donnerstag treten mehrere von den Wettern hoch positionierte Sänger auf. So ist der Niederländer Duncan Laurence mit seinem melancholischem Liebespoem "Arcade" ebenso vertreten wie John Lundvik aus Schweden. Der versucht mit "Too Late For Love" unmittelbar vor Paenda mit seelenlosem Retortenpop die Herzen für sich zu gewinnen. Etwas erdiger schlägt Aserbaidschans Chingiz mit "Truth" in die gleiche Kerbe.

Song-Contest-Wiedergänger Sergey Lazarev aus Russland, der 2016 Platz 3 im Tournament belegte, versucht sich mit "Scream" ein zweites Mal und wird von den Wettbüros durchaus als einer der Mitfavoriten zumindest auf einen Stockerlplatz gesehen. In Österreich bestens bekannt ist indes der Schweizer Vertreter Luca Hänni, der nach seinem Triumph bei "Deutschland sucht den Superstar" 2012 nun zum Superstar des ESC aufsteigen will und dafür mit "She Got Me" eine strandpartytaugliche Feierhymne im Gepäck hat, die in ihrem Genre durchaus überzeugt.

Die Fraktion der putzigen, radiotauglichen Nummern besetzt indes Leonora aus Dänemark mit "Love Is Forever", wobei ihr Lettlands Carousel in dieser Schiene mit "That Night" ebenbürtige Konkurrenz macht. Ansonsten finden sich viele mehr oder minder verzweifelt schreiende Frauen im Feld, wobei das Angebot an den geneigten Zuhörer hier von Armeniens Srbuk mit "Walking Out" über Moldaus Anna Odobescu mit "Stay" bis zu Jonida Maliqi aus Albanien mit "Ktheju tokes" reicht.

Der selbstgeschriebene Song von Paenda: