Steak statt Schnitzel: Applaus für Sebastian Kurz aus dem Brexit-Lager

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Die Brexit-Kampagne lässt sich Sebastian Kurz' Vorschriften-Kritik schmecken. (Symbolbild)(c) imago/blickwinkel (imago stock&people)

Die Brexit-Kampagne „Leave EU“ applaudiert dem österreichischen Kanzler für seinen Pommes-Sager, übersetzt „Schnitzel“ aber mit „Steak“.

Applaus von der Pro-Brexit-Reichshälfte der britischen Inseln gibt es für den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Der ÖVP-Politiker wird von einer der offiziellen Organisationen der Brexit-Kampagne, „Leave EU“, für seinen Schnitzel-und-Pommes-Sager gelobt.

"Österreichs Kanzler Sebastian Kurz greift nur zwei Wochen vor den europäischen Wahlen den 'Wahnsinn' von Brüssel an", heißt es in dem Tweet der offiziellen Brexit-Kampagne. Er fordere von „Eurokraten“ damit aufzuhören, „immer mehr Geld“ von EU-Mitgliedsstaaten zu verlangen - und Menschen Dinge aufzuzwingen, schreibt „Leave EU“ in dem Eintrag. Kurz wird mit den Worten zitiert: „Niemand braucht Brüssel dafür, damit es vorschreibt, wie man ein Steak zubereitet! Anstelle davon, dass mehr und mehr Geld verlangt wird, sollte die EU damit aufhören, Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben.“

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Kurz hatte hatte am Wochenende gemeint: „Kein Mensch braucht EU-Vorgaben, etwa für die Zubereitung von Schnitzel und Pommes.“ Er bezog sich dabei offenbar auf eine EU-weit gültige Richtlinie, die krebserregende Stoffe in Lebensmitteln verhindern soll.

„Leave EU“ war zuletzt wegen gestellter Bilder in der Kritik gestanden, die Migranten bei Angriffen auf Frauen in London zeigen sollen. Die Bilder seien während der Brexit-Kampagne verbreitet worden, berichtete der Fernsehsender „Channel 4“ im April. Ein Vertreter der Kampagne, Arron Banks, beschrieb die Strategie von „Vote Leave“ so: „Fakten funktionieren nicht ... Man muss sich auf einem emotionalen Level mit Menschen verbinden. Das ist der Trump-Erfolg.“