Entgegen der vorbörslichen Erwartungen startete der ATX mit Abschlägen in den Handel, die sich in der ersten Handelsstunde weiter ausweiteten.
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen mit sehr schwacher Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2517,10 Punkten nach 2558,89 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Minus von 41,79 Punkten bzw. 1,63 Prozent.
Entgegen der vorbörslichen Erwartungen startete der ATX mit Abschlägen in den Handel, die sich in der ersten Handelsstunde weiter ausweiteten. Laut einem Marktteilnehmer sei die Angst vor der Schuldenkrise weiter vorhanden. Konkrete neue Nachrichten gebe es keine, die Risikoaufschläge für spanische und portugiesische Staatsanleihen waren aber erneut angestiegen. "Solange dieses Thema über den Märkten schwebt, sei keine Entspannung möglich", fasste es ein Händler zusammen.
Größter Verlierer im ATX waren bwin mit einem Abschlag von 5,02 Prozent auf 38,75 Euro. Wienerberger sackten dahinter 4,35 Prozent auf 12,96 Euro ab. Die Analysten von Goldman Sachs hatten das Kursziel für den Ziegelhersteller von 18,10 auf 17,40 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "Neutral" wurde dagegen bestätigt.
Die Bankenwerte, die am Vortag mehr als 5 Prozent einbüßten, tendierten erneut mit Abschlägen. Während Raiffeisen International 2,73 Prozent auf 34,20 Euro abrutschten, hielten sich Erste Group im Vergleich dazu mit minus 0,88 Prozent auf 31,60 Euro noch relativ gut. Die Analysten der ING Groep hatten das Kursziel für die Erste Group von 31,00 auf 36,00 Euro erhöht und ihre Anlageempfehlung "Hold" bestätigt.
Unter den weiteren Indexschwergewichten erwischte es insbesondere die Titel der voestalpine, die um 2,81 Prozent auf 25,94 Euro nachgaben. OMV verringerten sich um vergleichsweise milde 0,90 Prozent auf 26,55 Euro. Telekom Austria notierten 0,71 Prozent schwächer bei 9,73 Euro.
Immofinanz konnten von einer Kurszielanhebung durch die UniCredit nicht profitieren und stürzten 6,06 Prozent auf 2,78 Euro ab. Die Analysten hatten das Kursziel von 4,00 auf 4,30 angehoben und zugleich die Kaufempfehlung bekräftigt.
Der ATX Prime notierte bei 1202,19 Zählern und damit um 1,85 Prozent oder 22,63 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich sieben Titel mit höheren Kursen, 34 mit tieferen und keiner unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 6095.639 (Vortag:1.209.492) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 88,695 (28,54) Millionen Euro (Doppelzählung) gehandelt.
(APA)