Pkw-Neuzulassungen sinken den achten Monat in Folge

Neuzulassungen gehen zurück.
Neuzulassungen gehen zurück.(c) imago images / Arnulf Hettrich (via www.imago-images.de)

Österreich kann sich im April dem Branchentrend entziehen. Bei den Marken musste der Volkswagenkonzern ein Minus von 3,7 Prozent hinnehmen.

Auf dem europäischen Automarkt ist die Nachfrage im vergangenen Monat zum achten Mal hintereinander gefallen. Mit einem Minus von 0,4 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum war der Abschlag allerdings recht überschaubar. Insgesamt wurden im April gut 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft, wie der Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Im Vormonat war das Minus mit 3,9 Prozent deutlicher gewesen.

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Besonders stark schmolz das Interesse im April im Vereinigten Königreich mit minus 4,1 Prozent. In Deutschland lag der Rückgang bei 1,1 Prozent. In Österreich gab es einen Zuwachs von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In Frankreich, Italien und Spanien legten die Neuzulassungen ebenfalls zu. In den ersten vier Monaten des Jahres muss auch Österreich mit -7,8 Prozent einen deutlichen Rückgang verbuchen.

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Auch im April setzte sich der nun schon seit 2015 anhaltende Abwärtstrend beim Absatz von Diesel-Neuwagen fort: Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw in den fünf größten EU-Märkten (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien) sanken im April um 13 Prozent – das ist allerdings der geringste Rückgang seit August 2018, als die Umstellung auf WLTP einen kurzzeitigen Absatzboom entfachte. Auch in Österreich verlangsamt sich der Abwärtstrend: Im April schrumpfte der Absatz von Diesel-Pkw um 2,6 Prozent, seit Jahresbeginn ergibt sich hingegen ein Minus von 13,3 Prozent.

Mit Blick auf die Autohersteller verzeichnete der Volkswagen-Konzern im April einen Absatzschwund von 3,7 Prozent. Dabei schnitten die Marken VW mit minus 7,2 Prozent und Audi (-5,4 Prozent) noch schlechter ab. Skoda, Seat und Porsche legten hingegen sogar zu.

Der BMW-Konzern steigerte dank eines Anstiegs von 12,6 Prozent bei der Marke BMW die Neuzulassungen insgesamt um 7,7 Prozent. Bei Daimler ergaben ein Plus bei der Kleinwagenmarke Smart von mehr als einem Fünftel und ein Anstieg bei der Marke Mercedes von 3,6 Prozent insgesamt eine Steigerung von 5,4 Prozent.

Der zum französischen Fahrzeugbauer PSA gehörende Automobilkonzern Opel verzeichnete hingegen zusammen mit der britischen Vauxhall ein Minus von 3,4 Prozent. Dank eines deutlichen Anstiegs bei der Marke Citroen konnten die Franzosen dennoch ein kleines Plus über die Ziellinie retten