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Online-Petition für Strache-Rücktritt, Spontan-Demonstration in Wien

APA/SCREENSHOT

In den sozialen Medien ist die Causa Strache Hauptthema, eine Online-Petition für den Rücktritt des Vizekanzlers hat bereits mehr als 8300 Unterschriften.

In den sozialen Medien ist die Causa Strache seit ihrem Aufkommen am Freitag um 18 Uhr durch Berichte von „Spiegel“ und „Süddeutscher Zeitung" in aller Munde. Vor allem auf dem Kurznachrichtendienst Twitter explodierte das Meldungsaufkommen zur Affäre. Die grüne Ex-Abgeordnete Alev Korun verwies dort etwa auf eine Online-Petition, die den Rücktritt von Vizekanzler Heinz-Christian Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus fordert: Mit Stand Samstagvormittag hatte es diese auf bereits mehr als 8300 Unterschriften gebracht.

Neben Rücktrittsaufforderungen und Gerüchten über ein Koalitions-Aus wird auf Twitter außerdem zur Teilnahme an einer für 13 Uhr angesetzten Demonstration mit dem Titel "IbizaDo! - Weg mit HC!“ am Wiener Ballhausplatz aufgerufen. Und freilich finden sich auch satirische Beiträge: Die Gebrüder Moped stellten einen neu produzierten Clip online. Titel: "Bumsti Ciao".

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In dem kurzen musikalischen Beitrag auf Youtube wird Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) angeraten, sich um seine berufliche Zukunft zu kümmern: "Am besten suchst da (...) a gscheide Arbeit...", singen Franz Stanzl und Martin Strecha-Derkics. Und sie raten ihm, das "gleich auch für den Norbert" (gemeint ist Infrastrukturminister und FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer) zu tun.

Twitter: "Man sollte eben nicht Vodka-Red Bull trinken"

Twitter-Jubel gab es ob der Enthüllungen bei Polit-Berater Rudolf Fußi, der Strache in der Vergangenheit oft kritisiert hatte und von diesem deshalb auch schon geklagt wurde - zuletzt wegen des Postens eines Fotos, das Strache gemeinsam mit mutmaßlichen Identitären am Wirtshaustisch zeigte. "Straches Freund Felix Baumgartner hat mich als Berufstrinker bezeichnet. Das bin ich nicht. Aber jetzt reiss ich mir ein Flascherl auf. Oder ok. Mehrere", postete Fußi am Freitag auf Twitter.

Auch zahlreiche Medienvertreter kommentierten das Geschehen. Claus Pandi, Journalist bei der von Strache angesprochenen "Krone", schrieb unter anderem: "Es (ist) unjournalistisch, zugegeben, aber ich empfinde heute ein großes Gefühl tiefer Genugtuung und ein Gefühl der Dankbarkeit für die großartigen Teams von @SZ und @SPIEGELONLINE". Und: "Schwer vorstellbar, dass auf den unvermeidlichen Rücktritt von Strache ein anderer freiheitlicher Vizekanzler folgt. Diese Partei ist letal kontaminiert."

"Man sollte eben nicht Vodka-Red Bull trinken. Das ist weder gut für die Gesundheit noch für den Geist", nahm "Standard"-EU-Korrespondent Thomas Mayer auf Twitter Bezug auf das Setting des Videos, bei dem reichlich Alkohol geflossen sein dürfte.

Seinen Ärger brachte u.a. der Generalsekretär des Roten Kreuzes, Werner Kerschbaum, zum Ausdruck: "Ich schäme mich in Grund und Boden, dass solche Menschen in der Bundesregierung sitzen beziehungsweise politische Verantwortung haben. Das hat Österreich wirklich nicht verdient!" Und der Chef des Arbeitsmarktservices (AMS), Johannes Kopf, meinte lapidar: "Ibiza ist irgendwie mies."

>>> Link zum Video der Gebrüder Moped

>>> Link zur Petition

(APA/Red.)