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Danke für dieses Wort

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Sprechblase Nr. 292. Warum ein „Frenemy“ das Leben erleichtert.

Wenn es eng wird, zeigt sich, wer Freund und wer Feind ist. Glaubt man. Nur ist das oft gar nicht so einfach zu sagen.

„Sprechblase“-Leser Niki H. beschreibt das mit seiner „KoKo“-Theorie: Konflikt und Kooperation sind ein untrennbares Paar. Man kann nur mit jemandem konfligieren, mit dem man auch kooperieren kann, mit dem einen also etwas verbindet.

Im Business findet sich für diese Zwittersituation der Begriff – Achtung, Sprechblase – „Frenemy“. Eine Mischung aus „friend“ und „enemy“, Konkurrenten, die kooperieren – wie etwa die Smartphonehersteller Samsung und Apple.

Mit Frenemy kann man sich also um eine Festlegung herumschwindeln. Ein Jein erspart eine klare Antwort. Und wer von Frollegen spricht, lässt offen, wie weit die Freundschaft mit den Kollegen geht. Da kann man nur erleichtert sagen: Danke für jedes einzelne Wort.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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