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Österreich

Der XXXL-Poker der Familie Seifert

Der rote Stuhl wird Möbelkäufern in Osteuropa auch zukünftig öfter entgegenleuchten.
Der rote Stuhl wird Möbelkäufern in Osteuropa auch zukünftig öfter entgegenleuchten.Markus Haslinger / picturedesk.com
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XXXLutz hat sich mit dem Kauf der Kika-Osteuropafilialen fünf Jahre Aufbauarbeit gespart. Der Deal passt in die Strategie – und ist ein letzter Gruß an den Intimfeind.

Wien. In Deutschland begann und endete die Freundschaft zwischen Andreas Seifert und Markus Jooste. Gemeinsam wollten der XXXLutz-Chef und der Steinhoff-Chef die Nummer eins auf dem deutschen Markt, Ikea, vom Thron stoßen. Die Partnerschaft lief gut – bis schwere Vertragsverletzungen im Raum standen und beide den anderen aus der gemeinsamen Diskontmöbelkette Poco drängen wollten.

Das Match entschied der Bilanzskandal bei Steinhoff. Zu Seiferts gut sechs Mrd. Euro schwerer Möbelgruppe gehört also seit einem Jahr die gesamte Poco-Kette. Jooste muss sich vor den Strafbehörden verantworten. Die Prüfer dokumentierten jüngst fragwürdige Buchungen in Höhe von 6,5 Mrd. Euro. Es laufen mehrere Ermittlungsverfahren. In Deutschland stieß sie niemand anderer als Andreas Seifert an.