Papst gegen Abtreibungen - auch bei Hinweisen auf schwere Krankheit

Papst Franziskus (Archivbild) nahm im Vatikan Teilneher der Tagung "Yes To Life!" in Empfang.
Papst Franziskus (Archivbild) nahm im Vatikan Teilneher der Tagung "Yes To Life!" in Empfang.(c) REUTERS (Remo Casilli)

Papst Franziskus warnt bei einer Audienz vor Pränataldiagnostik für „selektive Zwecke“. Alle Menschen seien mit dem Leben vereinbar.

Papst Franziskus hat sich erneut gegen Abtreibung ausgesprochen - auch für den Fall, dass es Hinweise auf eine schwerwiegende Erkrankung oder Fehlbildung des Kindes gibt. "Kein Mensch kann als mit dem Leben unvereinbar betrachtet werden, weder wegen seines Alters noch wegen seines Gesundheitszustands", sagte das Kirchenoberhaupt am Samstag.

Der Papst äußerte sich bei einer Audienz für Teilnehmer einer vom Vatikan mitorganisierten Tagung mit dem Titel "Yes to Life!", bei der es auch um Pränataldiagnostik ging. "Abtreibung ist nie die Antwort", sagte Franziskus und warnte davor, Pränataldiagnostik für "selektive Zwecke" zu nutzen. Er ermunterte Ärzte, Lösungen zu finden, "die die Würde eines jeden Menschenlebens respektieren" und Familien zu unterstützen, die ein krankes Kind auf die Welt bringen wollen. "Oft hinterlassen diese wenigen Stunden, in denen eine Mama ihr Kind wiegen kann, eine Spur im Herzen dieser Frau, die sie nie vergessen wird."

Der Argentinier verurteilt Abtreibung immer wieder mit klaren Worten. Am Samstag wiederholte er auch einen Vergleich, mit dem er im vergangenen Jahr für Empörung gesorgt hatte: Er stellte Abtreibung mit dem Anheuern eines Auftragsmörders gleich. Für die katholische Kirche ist Abtreibung eine schwere Sünde.