Öffentliche Brüllszenen kennt Elterncoach Sandra Teml-Jetter. Wie Eltern besser damit klarkommen – und warum manche öfter Nein sagen sollten.
Die Situation, dass sich das Kind irgendwo in der Öffentlichkeit auf den Boden wirft und brüllt, wenn man schon längst weiterwill oder muss: Kennen Sie die als Mutter?
Sandra Teml-Jetter: Die kenne ich. Und ich war zunächst überrascht und wusste im Moment überhaupt nicht, was ich damit machen sollte. Weil ich aus einer Zeit komme, in der Kinder das einfach nicht gemacht haben, in der prinzipiell Gehorsam gegolten hat. Dass Kindern überhaupt Emotionen zugestanden werden, das war mir fremd.
Und was haben Sie gemacht?
Ich habe drei Kinder, und das war eine Forschungsreise, denn es funktioniert natürlich nicht bei jedem gleich. Meine Tochter habe ich zum Beispiel einmal aus der Situation rausgenommen und nach Hause getragen. Weil ich gewusst habe, dass ich das vor all den Kindergartenmüttern nicht hinkriege.