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Das Drehbuch für das „Projekt Ibiza“

Die Aufnahme (und die auf unserer Titelseite) entstand bei Saalfelden (Salzburg) im Wahlkampf 2017: Die FPÖ setzte damals voll auf Heinz-Christian Strache. Zu dem Zeitpunkt war das Ibiza-Video schon gedreht.
Die Aufnahme (und die auf unserer Titelseite) entstand bei Saalfelden (Salzburg) im Wahlkampf 2017: Die FPÖ setzte damals voll auf Heinz-Christian Strache. Zu dem Zeitpunkt war das Ibiza-Video schon gedreht.(c) Getty, Fotomontage: „Die Presse“

Wie Gudenus und Strache in jene Videofalle tappten, die ein Wiener Anwalt und ein vorbestrafter Detektiv ausgelegt hatten.

Der Anfang vom Ende der türkis-blauen Koalition begann elf Monate vor ihrer Geburt. An einem Wintertag im Jänner 2017 läutete das Telefon bei Johann Gudenus, dem damaligen Wiener Vizebürgermeister der FPÖ. Eine befreundete Immobilienmaklerin rief an. Sie habe eine Interessentin für den 220 Hektar großen Grundbesitz der Familie nahe Krems gefunden. Der ihr bekannte Wiener Innenstadt-Anwalt M. habe sich gemeldet und von einer potenziellen Käuferin aus Lettland erzählt, einer Verwandten eines russischen Oligarchen.