Als das Leben des rasenden, rastlosen Autors mit 35 Jahren endet, wird er als Genie gefeiert und ist der meistgespielte zeitgenössische Dramatiker.
Als „gefährliches Genie, betrunkenes Monster, ein nach bürgerlichen Maßstäben vollkommenes Ekel“ bezeichnet ihn die deutsche Kritik. Werner Schwab bricht wie ein Wirbelsturm über die Theaterszene herein. Rund ein Dutzend Stücke hat er zuvor hingeballert, ohne auf Interesse zu stoßen. Ein Verlag nach dem anderen schickt Absagen in die Oststeiermark. Auch seine zunächst experimentellen Texte, in denen er Charaktere für seine späteren Stücke entwickelt, bleiben ohne Erfolg: Literaturzeitschriften wie „protokolle“ zeigen keinerlei Interesse.
Schwabs Erwartungen pendeln zwischen Verzweiflung und Euphorie: „Alle glauben, i bring nix z'samm, aber i wer's schaffen . . .“ Bereits im Alter von neunzehn Jahren meint der Hüne mit damals feuerrotem Haar bis zur Hüfte zu seinem Freund Erwin Wurm, er werde sicherlich den Literaturnobelpreis bekommen.