"Griechenland-Problem bei Golddeckung nicht möglich"

GriechenlandProblem Golddeckung nicht moeglich
GriechenlandProblem Golddeckung nicht moeglich(c) EPA (LAO CAI)
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Philip Barton, Präsident des Gold Standard-Instituts, geht davon aus, dass alle Euro-Länder unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen. Das Institut wird sich demnächst in Wien niederlassen.

Griechenland ist nur der erste Dominostein, der Rest der Euroländer wird den Südosteuropäern in die Zahlungsunfähigkeit folgen. "Die Schulden, die die Regierungen angehäuft haben, können gar nicht zurückgezahlt werden. Es gibt da keinen Unterschied zwischen Griechenland und anderen Staaten", sagt Philip Barton, Präsident des Gold Standard-Instituts (TGSI), das im kommenden Sommer in Wien eröffnet wird.

"Die Summen, die sich Banken und Regierungen ausgeborgt haben, sind ohne jedes historische Vergleichsbeispiel. Am Schluss werden die Steuerzahler für das spekulative Verhalten ihrer Regierungen geradestehen müssen, aber das wird leider auch nicht ausreichen", prophezeite Barton, ein aus England stammender Australier. Unter einem auf Gold basierenden Geldsystem hätten weder so enorme Schulden angehäuft werden können, "noch gäbe es Zins- und Währungsderivate, die dazu verwendet werden können, Schulden zu verstecken." Und Spekulationen mit Anleihen gäbe es in einem solchen System auch keine, weil diese nicht rentabel wären.

Im kommenden August wird das Gold Standard Institut im ersten Wiener Gemeindebezirk seine Pforten öffnen, mit dem Ziel, Werbung und und Lobbying für eine goldbasierte Währung zu betreiben. Es wird aber einen zweiten Standort in Budapest geben, wo es auf einer Art "Campus" Seminare zum Thema Goldstandard geben wird. Der wissenschaftliche Kopf der Gruppe um das TGSI, der Ökonom und Mathematiker Antal Fekete, lebt in Budapest. Er steht in der Tradition der hierzulande vergessenen "Österreichischen Schule der Nationalökonomie".

(APA)

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