Ennstal-Classic: Uhren-Design aus dem Hause Porsche

Ennstal-Classic-Star.
Ennstal-Classic-Star. Der Porsche 356 B 2000 GS Carrera GT aus dem Jahr 1963.(c) Beigestellt

Im Sommer geht’s mit der Ennstal-Classic wieder über die steirischen Alpen. Als neuer Uhrenpartner der Oldtimer-Rallye fährt Porsche Design mit einer Special-Edition vor.

Wenn am 24. Juli der Startschuss zur Ennstal-Classic fällt, werden eine ganze Menge Blicke auf die deutsche Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck gerichtet sein. „Strietzel" wird nämlich die Ehre zuteil, den Zündschlüssel eines Porsche 356 B 2000 GS Carrera GT aus der Sammlung des Porsche Museums zu drehen und mit diesem auf und davon zu brausen. Ikonen-Entwerfer Ferdinand Alexander Porsche (1935– 2012) zeichnete die Aluminiumkarosserie für diesen in zwei Exemplaren gebauten Gran Turismo Rennwagen aus dem Jahr 1963. Dank Leichtbau bringt diese Ausführung rund 195 Kilogramm weniger auf die Waage als sein straßenzugelassenes Pendant. Wegen seiner keilförmigen Nase und dem abrupten Abbruch der Dachlinie wird der legendäre Entwurf auch gern als „Dreikantschaber" bezeichnet.

Rasantes Modell.
Rasantes Modell. Porsche Design „1919 Datetimer Ennstal-Classic Special Edition“.(c) Beigestellt

Doch Porsche wird bei der Ennstal-Classic nicht nur mit diesem vierrädrigen Star gute Figur machen. Auch das Handgelenk von Stuck, unter anderem Sieger der 24 Stunden von Le Mans, steht ganz im Zeichen von Design aus dem Hause Porsche. Nah am Lenkrad wird die „1919 Datetimer Ennstal-Classic Special Edition" zu sehen sein, die Porsche Design als neue offizielle Timing-Partner lanciert. Der neue Datetimer thematisiert die Verbindung zur Veranstaltung auch durch das Logo auf dem Zifferblatt. Mit der Special Edition nimmt Porsche Design aber auch Bezug auf die Historie von Porsche im Sportwagenbau, in diesem Fall auf den 356, das erste Serienmodell des Automobilherstellers. Frei nach F. A. Porsche heißt das: So wenig Design wie möglich einfließen lassen. Kein Teil dient der Dekoration, alles steht im Dienste der Funktion. Die beste Lösung hat die schlichteste zu sein. Das Gehäuse besteht aus Titan, einem Material, das Porsche unter anderem im Antriebsbereich einsetzt und das rund 40 Prozent weniger auf die Waage bringt als Edelstahl. Beim Zifferblatt wird – wie könnte es eingedenk Porsches Designphilosophie anders sein – verstärkt auf Ablesbarkeit geachtet. Die arabischen Ziffern und Indizes sind dank Super-Luminova-Auflage auch bei widrigen Lichtbedingungen gut zu erkennen, geschützt von einem beidseitig siebenfach entspiegelten Saphirglas. Ein weiteres besonderes Kennzeichen für die Uhrenlinie 1919 sind die individuell geformten und durchbrochenen Bandanstöße. An diesen setzt bei der Special Edition ein braunes Alligatorlederband an. Der 42 Millimeter-Zeitmesser bleibt bis zehn Bar wasserdicht und beherbergt das Automatikkaliber Sellita SW 200-1 mit einer Gangreserve von 38 Stunden. Die Porsche Design „1919 Datetimer Ennstal-Classic Special Edition" kostet 3950 Euro – ein Porsche also auch für all jene, die keinen Führerschein haben.