KKR will bei Axel Springer einsteigen

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner.
Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner.REUTERS
  • Drucken

Die Aktie des deutschen Medienkonzerns schnellte hoch.

Frankfurt/Berlin. Der US-Investor KKR verhandelt über einen milliardenschweren Einstieg bei Axel Springer. Der Vorstand und die Großaktionärin Friede Springer sprächen mit dem US-Finanzinvestor über eine strategische Beteiligung, teilte der Berliner Medienkonzern am Mittwochabend mit und bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Nach dem derzeitigen Stand der Verhandlungen wolle KKR allen Aktionären mit Ausnahme von Friede Springer und dem Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner ihre Anteile abkaufen.

Positive Überraschung

Springer-Aktien schossen daraufhin am Donnerstag um bis zu 22 Prozent in die Höhe und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit 20 Jahren zu. Damit ist der Herausgeber der „Bild“-Zeitung an der Börse knapp sechs Mrd. Euro wert. Die Gespräche seien eine positive Überraschung für Springer-Aktionäre und könnten den im Zuge der Medienkrise stark gefallenen Aktienkurs wiederbeleben, sagte ein Händler.

Die Witwe des Verlegers Axel Springer und ihr langjähriger Vertrauter Döpfner halten zusammen 45,4 Prozent am Konzern und wollen ihre Anteile behalten.

„Die Gespräche sind in einem frühen Stadium“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Sollten sie gut verlaufen, könne es in den nächsten Wochen eine Einigung geben. (APA/dpa)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2019)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.