US-Wirtschaft bremst sich ein

Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal langsamer gewachsen als bisher angenommen.
Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal langsamer gewachsen als bisher angenommen. APA/AFP/GETTY IMAGES/SPENCER PLA
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Höhere Staatsausgaben und steigende Exporte halten das Wirtschaftswachstum aber weiterhin über der Drei-Prozent–Marke.

Washington. Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal langsamer gewachsen als bisher angenommen. Zwischen Jänner und März legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 3,1 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. In den USA werden Wachstumszahlen anders als in europäischen Staaten ausgewiesen und auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Wachstumstempo ein Jahr anhielte. Wachstumszahlen aus den USA und Europa sind daher nicht unmittelbar vergleichbar.

Getragen wurde die Konjunktur zu Jahresbeginn vor allem von steigenden Exporten, höheren Staatsausgaben und einem kräftigen Lageraufbau. Dagegen legte der private Konsum – der für mehr als zwei Drittel des BIP steht – mit 1,3 Prozent nur noch gut halb so stark zu wie zuvor.

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im laufenden Frühjahrsquartal deutlich langsamer wachsen wird. Produktion und Bestellungen für langlebige Güter waren zuletzt gesunken. Zur Eintrübung könnte auch der Handelskrieg mit China beitragen, bei dem sich beide Wirtschaftsmächte gegenseitig mit Strafzöllen überziehen.

Fed wird nicht an Zinsen rütteln

Die US-Notenbank Fed dürfte angesichts dieser Aussichten vorerst nicht am Leitzins rütteln, der in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent liegt. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell hatten den Leitzins 2018 wegen der guten Konjunktur aggressiv angehoben. US-Präsident Donald Trump hat die Fed wiederholt angegriffen. Er wirft ihr vor, der heimischen Konjunktur und den Aktienmärkten geschadet zu haben. (ag)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2019)

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