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Petrucci rast in Mugello zum Heimsieg

Ducati war der dominierende Hersteller am Rennwochenende in Mugello. Speedrekord mit 356,7 km/h und Sieg durch Danilo Petrucci. Die Tifosi waren aus dem Häuschen.

Sie wollen den Start und die erste Runde hier in der Box erleben? Bitte!“ Die Mitarbeiterin von Dorna, dem Promotor der MotoGP-WM, lächelt – und weist den Weg. Was in allen anderen Rennserien für Normalsterbliche ausgeschlossen ist, wird bei der MotoGP gelebt. Stars sind nahbar, die Organisatoren Ideen nicht abgeneigt – und so wurde der Start des Italien-GP in Mugello wirklich ein unfassbares Erlebnis.

Zuerst in der Boxengasse, dann auf der Start-Ziel-Geraden und letztlich am Grand-Stand. Wenn diese 22 Motorräder Gas geben, wird es wirklich laut.

Laut war es auch schon das ganze Wochenende an diesem idyllischen Fleck in der Toskana. Mugello, knapp eine Autostunde von Bologna entfernt, wird immer von Tifosi-Massen gestürmt. Sie wollen Ducati-Stars wie Andrea Dovizioso oder Valentino Rossi, die schillerndste Figur dieses Zirkus, anfeuern. Ob verkleidet, betrunken, mit Signalhupen oder Camping-Equipment ausgerüstet, Italiener machen ihren Heim-GP (Rossi: „Mugello ist das Monte Carlo der MotoGP, etwas Spezielles!“) immer zu einem Fest.

Und sie lechzen dann, wenn sie sich in gelb-blaue Nebelschwaden hüllen, nach stolzen Rekorden. Aber nicht Rossi brillierte, sondern Ducati-Star Dovizioso. Er brach den Highspeed-Rekord mit 356,7 km/h. Das ist kein Tippfehler: 356,7 km/h.

Der umjubelte Heimsieg

Sehr zur Freude der italienischen Journalisten, die wirklich jede Aktion ihrer Rennfahrer mit einem lauten „Ooooh“ oder „Bravissimo!“ kommentierten, gab das Ducati-Team auch im Rennen die beste Vorstellung. Doppelführung mit Dovizioso und Danilo Petrucci, gegenseitige Überholmanöver und der Positionskampf gegen den auf Platz drei liegenden Marc Márquez prägten diesen GP. Petrucci raste auch zum Sieg, dann gab es selbst im Media Center kein Halten mehr.

Vom 9. bis 11 August dreht die MotoGP in Spielberg ihre Runden. Im Vorjahr waren 206.746 Zuschauer am Rennwochende dabei. Auch in der Steiermark ist immer ein Grand Prix der Volksmusik garantiert – so wie in der Toskana.

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