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Verband der Fluglinien kürzt Gewinnprognosen

(c) REUTERS (Jason Reed)
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Steigende Kosten und weniger Nachfrage dämpft den Optimismus des Weltluftfahrtverbands IATA.

Seoul/Chicago. Die weltweite Luftverkehrsbranche verspürt heuer durch steigende Kosten und eine langsamere Nachfrage kräftigen Gegenwind. Ist der Weltluftfahrtverband IATA vor sechs Monaten noch von steigenden Gewinnen ausgegangen, nimmt er diese Prognose nun um gut ein Fünftel zurück und rechnet mit einem Rückgang von fast 7 Prozent auf 28 Mrd. Dollar (25 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr (30 Mrd. Dollar).

„Das Geschäftsumfeld für die Airlines hat sich angesichts steigender Treibstoffkosten und eines schwächeren Welthandels verschlechtert", teilte IATA auf seiner Generalversammlung am Sonntag in Seoul mit. Allerdings sieht sich die Branche laut IATA besser gegen Auswirkungen von Handelskrisen gewappnet als früher. Die Airlines würden 2019 einen Gewinn in Höhe von 28 Mrd. Dollar verbuchen, sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac.

Im Dezember hatte der Verband noch einen Anstieg auf 35,5 Mrd. Dollar erwartet. Der Nettogewinn im Vorjahr wird auf 30 Mrd. Dollar geschätzt.

Zwar werde die Airline-Industrie das zehnte Jahr in Folge wieder Gewinne verzeichnen, doch sprach der Verband, der auch durch die wachsenden Forderungen nach einer Reduzierung der Emissionen zunehmend unter Druck gerät, von einem Kostenanstieg „in allen Bereichen, inklusive Arbeit, Treibstoff und Infrastruktur". Die Entwicklung drücke auf die Gewinnspannen. Als großes Risiko gelten für die Luftverkehrsindustrie auch die zunehmenden Handelsstreitigkeiten. Für Europa sagte IATA einen Anstieg der Passagiernachfrage um 50 Prozent bis 2037 voraus. Eine Herausforderung bleibe aber das Problem mit den geringen Kapazitäten, betonte der IATA-Vizevorsitzende für Europa, Rafael Schvartzman. (APA)

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.06.2019)