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"Haltlose Spekulationen": Drozda mailt SPÖ-Funktionären

Die SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner.
Die SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner.APA/ROBERT JAEGER
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Die Gerüchte über eine mögliche Ablöse von Pamela Rendi-Wagner an der Spitze der SPÖ reißen nicht ab. Für den Nachmittag hat die Partei eine Sitzung angesetzt. Offiziell geht es um die Nationalratswahl.

In der Gerüchteküche brodelt es: Wird Pamela Rendi-Wagner als SPÖ-Vorsitzende abgelöst? Übernimmt der Medienmanager Gerhard Zeiler die Parteispitze? Tritt die einstige Gesundheitsministerin vielleicht sogar freiwillig ab? Immerhin: Bei der EU-Wahl, dem ersten Urnengang unter der ersten roten Parteichefin, erreichte die SPÖ ihr zweitniedrigstes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl seit 1945. Auch der Misstrauensantrag gegen die türkis-blaue Koalition kam bei einigen Genossen nicht gut an.

Eine offizielle Stellungnahme der roten Parteizentrale zum Zeiler-Gerücht ließ bisweilen auf sich warten. Eine inoffizielle gab es am Donnerstag: SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda wies in einem internen Mail an Parteifunktionäre die Gerüchte um eine mögliche Ablöse von Rendi-Wagner als "haltlose Spekulationen" zurück.

Außerdem wurde für den späten Nachmittag eine Sitzung der Parteigranden angesetzt. Als Thema wird offiziell die Vorbereitung der Nationalratswahl genannt.

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In dem E-Mail schreibt Drozda: „Die Gerüchte und Spekulationen um Gerhard Zeiler entbehren jeglicher Grundlage." Erst am Mittwoch habe der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky - der sich vor der Wahl von Christian Kern für Zeiler als Parteichef stark gemacht hatte - Rendi-Wagner in einem persönlichen Gespräch Unterstützung zugesichert.

„Diese Gerüchte werden vom politischen Gegner bewusst platziert, um uns als Partei zu schaden und von den Ereignissen der letzten Woche abzulenken", betonte nun Drozda. Und weiter: „Wir dürfen uns durch solche Zurufe von außen nicht irritieren lassen. Die bevorstehende Wahlauseinandersetzung wird eine sehr intensive werden. Umso wichtiger ist es, fokussiert auf den Herbst hinzuarbeiten und uns auf unsere Stärken zu konzentrieren.“ 

Der Bundesgeschäftsführer hielt auch fest, dass Rendi-Wagner sowohl im Bundesparteipräsidium als auch im Bundesparteivorstand mit jeweils 100 Prozent zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl designiert worden ist.

Gerstorfer: „Völlig aus der Luft gegriffen"

Ähnlich die oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende Birgit Gerstorfer. Sie nannte eine angebliche Ablöse von Rendi-Wagner am Donnerstag "völlig aus der Luft gegriffen". Ihr seien auch keine Absichten bekannt, Zeiler ins Boot zu holen, in welcher Funktion auch immer. Ihr Vorarlberger Amtskollege Martin Staudinger ortete in der Personaldebatte den Versuch, "anderer Bundesländervorsitzender, in den Medien vorzukommen - das brauch' ich nicht. Ich muss in Vorarlberg gewinnen", sagte Staudinger. Auf die Frage, ob Zeiler eine Alternative zu Rendi-Wagner wäre, meinte er, er wolle sich an Spekulationen nicht beteiligen. 

(APA/Red.)