Digitalisierung „notwendig, wenn es weh tut“

Leissing/FH St. Pölten

wissen.vorsprung. Die FH St. Pölten lud zur Diskussion in den Impact Hub Vienna. Intensiv debattiert wurde wie nachhaltig Digitalisierung ist.

Digitalisierung ist nur dann sinnvoll, wenn es einen Nutzen und Mehrwert für die Menschen gibt. Darin waren sich die Experten am Podium Daniela Wolf (refugees{code}), Kerstin Blumenstein (FH St. Pölten), Stefan Fenz (Xylem Technologies) und Stefan Strauß (Institut für Technikfolgen-Abschätzung) bei der Diskussionsrunde wissen.vorsprung der FH St. Pölten im Impact Hub Vienna einig. Den Nutzen von digitalen Lösungen erkenne man ganz gut daran, wenn ihr Fehlen „weh tut“, formulierte Wolf.

Digitalisierung sei dann nachhaltig, wenn Nutzen und Ressourcenbedarf in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Zu fragen sei daher immer, ob eine digitale Lösung tatsächlich besser ist als eine analoge: Also, ob sie mehr Flexibilität ermöglicht oder zusätzliche Möglichkeiten anbietet.

Nur wenige Digitalisierungen seien sozial nachhaltig. Ebenso wenig nachhaltig sei der Umgang mit Daten. Große Hersteller, etwa Traktorproduzenten in der Landwirtschaft, würden ganze Systeme anbieten und damit über die User an eine Fülle von Daten kommen – die User als Datenlieferanten würden dafür nichts bekommen und nur die Hersteller vom Informationsvorsprung profitieren. (red.)


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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.06.2019)