Lokalmatador Burgstaller gegen Slowenien als ÖFB-Held

FUSSBALL: UEFA EM QUALIFIKATION / OeSTERREICH - SLOWENIEN
APA/EXPA/JOHANN GRODER

Goldtorschütze hofft nun auf einen Lauf: "Manchmal funktioniert's, manchmal nicht"

Beim 1:0-Sieg des österreichischen Fußball-Nationalteams in der EM-Qualifikation gegen Slowenien ist ein Lokalmatador zum Held des Abends avanciert. Der Kärntner Guido Burgstaller erzielte am Freitag im Klagenfurter Wörthersee-Stadion das Goldtor und erlebte damit ein in der ÖFB-Auswahl seltenes Glücksgefühl - in 24 Länderspielen hält der Stürmer nun bei zwei Treffern.

Burgstallers Analyse nach dem Schlusspfiff fiel nüchtern aus. "Manchmal funktioniert's, manchmal nicht. Ich bin froh, dass es heute funktioniert hat." Bereits drei Minuten nach seiner Einwechslung für den erzürnten Marcel Sabitzer beförderte der Schalke-Profi den Ball ins Tor, nachdem der slowenische Goalie Jan Oblak einen Schuss von Marko Arnautovic nur kurz abgewehrt hatte.

Sein bisher einziger ÖFB-Treffer gelang Burgstaller im Oktober 2017 beim 3:2 in Wien über Serbien, danach folgte eine 20-monatige Durststrecke. "Im Nationalteam habe ich es nicht immer so leicht gehabt mit Torchancen und Toren. Vielleicht starte ich jetzt einen kleinen Lauf", erklärte der 30-Jährige.

Bevor Burgstaller auf den Platz gekommen war, hatten seine Kollegen schon die eine oder andere Gelegenheit ausgelassen. "Wir sind die ganze Zeit angelaufen und hätten schon früher führen können. Deshalb ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, als ich das Tor gemacht habe, und das noch dazu in meiner Heimat", erzählte der Angreifer.

Vom Stimmungsboykott der ÖFB-Fanclubs in der ersten Hälfte - der ohnehin nicht gänzlich eingehalten wurde und offenbar zu einem handfesten Disput zwischen einigen Anhängern führte - hat Burgstaller nach eigenen Angaben nichts mitbekommen. "Die Stimmung war gar nicht schlecht. Die Leute haben gesehen, dass wir alles probiert und Gas gegeben haben."