Sie war die erste grüne Vizebürgermeisterin und Stadträtin Wiens. Am 26. Juni übergibt Maria Vassilakou nun vorzeitig ihr Amt. Sie war bekannt und umstritten wie kaum ein anderes Regierungsmitglied. Zuletzt hat die bekennende Strategin die eigene Partei falsch eingeschätzt. Eine politische Skizze zum Abschied.
Es gab Momente, da merkte man, dass auch Maria Vassilakou etwas an die Nieren geht. So wie im Herbst 2015. Die Wien-Wahl war geschlagen und die Grünen waren es auch. Nach einer emsigen Legislaturperiode, in der der kleine Koalitionspartner dem großen die Show gestohlen hatte, stand ein Minus vor dem Ergebnis: -0,8 Prozentpunkte.
Und als Draufgabe gab es den ersten grünen „Read-my-lips“-Moment. „Sollte es zu Verlusten kommen, was ich nicht glaube, dann bedeutet das für mich auch, dass es an der Zeit ist, dass die nächste Generation bei den Grünen übernimmt“, hatte Vassilakou vor der Wahl gesagt.