Begegnungszone forever

WIEN: MARIAHILFER STRASSE NEU
WIEN: MARIAHILFER STRASSE NEUAPA/HELMUT FOHRINGER
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Mit Mariahilfer Straße und 365-Euro-Ticket glückten Vassilakou Hits. Auf jeden Fall emotionalisierte die grüne Verkehrspolitik.

Lebensnah, konkret, polarisierend: In der Verkehrspolitik ist die grüne Handschrift am besten lesbar. Wobei Harald Frey, Experte für Verkehrswissenschaften an der TU, zwischen der ersten und der zweiten Legislaturperiode unterscheidet: „In der ersten gab es mit der Mariahilfer Straße und der 365-Euro-Jahreskarte grüne Leuchtturmprojekte. In der zweiten war man vor allem damit beschäftigt, Projekte abzuschwächen (Anm.: den Heumarkt) oder zu verhindern (Anm.: den Lobautunnel).“ Generell, konzediert Frey, sei der Verkehr „ein wenig dankbares Thema“. Denn: „Egal, was man macht – den Fußgängern und Radfahrern ist es immer zu wenig und den Autofahrern immer zu viel.“

Mariahilfer Straße

Sie ist Vassilakous größter, weil sichtbarster Erfolg. Und das Projekt mit der größten grünen Symbolkraft. Steht sie doch für das Miteinander im Straßenverkehr. Frey, der eigentlich für eine klassische Fußgängerzone war, findet, dass „die Begegnungszone sehr gut funktioniert“. Weshalb ja auch weitere in ganz Wien folgten und folgen. Nur der Prozess im Vorfeld hätte besser laufen können: „Man kann die Menschen nicht über Details der Straßenführung abstimmen lassen. Man kann sich vor der Umgestaltung einfach nicht vorstellen, wie es nachher sein wird.“ Andere Formen der Mitbestimmung wären besser gewesen. Nicht umsonst hätten die Grünen danach von weiteren Befragungen abgesehen.

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