Varta beschafft sich 104 Millionen Euro für Kapazitätsausbau

Eine Kapitalerhöhung soll Varta dabei helfen, die Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Batterien zu erweitern.

Varta, der deutsche Batteriehersteller des österreichischen Investors Michael Tojner, hat sich mit einer Kapitalerhöhung rund 104 Millionen Euro zur Erweiterung der Produktionskapazitäten beschafft. Insgesamt platzierte die Firma bei der am Mittwoch angekündigten frischen Aktienausgabe rund 2,2 Millionen Titel zu einem Preis von je 46,70 Euro, teilte das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag mit.

Die vor Handelsbeginn am Donnerstag abgeschlossene Kapitalerhöhung soll dabei helfen, die Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Batterien zu erweitern. Varta-Vorstandschef Herbert Schein sieht die jüngste Aktienplatzierung als Bestätigung, den "profitablen Wachstumskurs des Unternehmens fortzusetzen". Die Titel seien auf starkes Interesse internationaler Investoren gestoßen, ergänzte Finanzvorstand Steffen Munz. Auf der Handelsplattform Tradegate lagen die Varta-Papiere rund ein Prozent im Plus gegenüber dem Xetra-Schlusskurs des Vortages.

Bereits Anfang des Monats hatte Varta wegen des stetig wachsenden Auftragsbestands für Lithium-Ionen-Batterien eine Kapazitätserweiterung und zusätzliche Investitionen von 100 Millionen Euro angekündigt. Vom Jahr 2020 zum Jahr 2021 soll die Produktion bei den Lithium-Ionen-Batterien den Angaben zufolge von mehr als 80 Millionen Zellen auf deutlich mehr als 100 Millionen Zellen pro Jahr steigen. Varta ist seit seinem Börsengang im Oktober 2017 stark gewachsen und hatte erst kürzlich seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht.